Öko-ModeUmweltschutz als Lifestyle

Erst ging Cameron Diaz 2005 für ihre MTV-Sendung „Trippin’“ auf Reisen und zeigte ausgewählten Berühmtheiten wie Jessica Alba und Eva Mendes und staunenden Zuschauern gefährdete Naturparadiese, in Nepal ebenso wie im heimischen Yellowstone-Nationalpark. Mit Leonardo DiCaprio und George Clooney gehörte sie zu den ersten Hollywoodschauspielern, die öffentlichkeitswirksam auf ein Hybrid-Auto umstiegen. Auch Naomi Watts fährt ihre Kombination aus Elektro- und Benzinmotor mit missionarischer Begeisterung. Derart beseelt, dass sie bei den Oscars 2006 auf dem roten Teppich auf jede Frage der Journalisten nach ihrer Freundin Nicole Kidman und deren neuem Lover Keith Urban antwortete: „Ja genau, ich bin mit dem Lexus Hybrid hergefahren.“ Überhaupt wird „hybrid“ in den USA gerade zum Modewort für alles, was das Beste aus zwei Welten vereint – außer Benzin und Batterie auch Stil und Nachhaltigkeit, Öko und Genuss.

Julia Roberts baut gerade ein Solarenergie-Haus in Kalifornien und lässt sich in ihrem Lieblings-Coffeeshop den Latte Macchiato statt in den Einmal-Pappbecher in die mitgebrachte Metall-Thermotasse füllen. Der Architekt David Hertz errichtet für den Surferstar Kelly Slater, den Lover von Gisele Bündchen, Öko-Häuser auf Hawaii. Sein spektakulärstes Projekt: ein ausrangierter Boeing-747-Jumbo-Jet, zu einem Häuserkomplex recycelt. Dafür wird Hertz im Trendsetter-Magazin „W“ als Frontmann „indigener Architektur“ gehypt. „Ich mache das wie früher die Indianer, wenn sie einen Büffel erlegt hatten“, sagt Hertz, „alles wird verwertet.“

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Umweltschutz als Lifestyle