Dirndl-Trends 2013Neuer, alter Mieder-Look und Wow-Effekte

[kein Linktext vorhanden]Bei Stoffen steht 2013 das „Waschdirndl“ aus Baumwolle auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Luxuriöser, aber auch pflegeintensiver sind Modelle aus Seide. Hier rät Hammerschick: „Unbedingt reinigen lassen!“ Trotz aller Zurüchhaltung: Opulenz hat bei Dirndln noch nicht ausgedient. Bei Designern wie Anina W, Lola Paltinger oder Berzaghu Freyman glamourisieren glänzende Stoffe, Brokat, Kontrastbänder an Schürzen und Glitzerstickereien das einstige Arbeitsgewand.

Ein Geheim-Tipp für Trendsetterinnen sind heute Dirndl im Material-Mix. „Vor rund zehn Jahren hatten wir schon Modelle mit Lodenoberteilen, Baumwollröcken und Seidenschürzen im Angebot, jetzt kommen sie zurück“, so Hammerschick. Außerdem im Trend: von Hand gearbeitete Verzierungen, wie Froschmaulborten rund ums Balkonett. Auch Schürzen werden durch derartige Rüschen oder durch Samtbänder aufgehübscht.

Der seit etwa fünf Jahren bestehende Riesen-Trend „Miederschnürung“ besteht laut der Expertin weiterhin, wird aber langsam durch schlichte Knopfleisten aus Perlmutt oder Messing abgelöst. Definitiv vorbei ist der Mode-Moment der Carmen-Blusen. Auch Transparenz für Darunter passt trotz allgemeinem Transparenz-Trend in der Mode nicht auf die Wiesn. „Stattdessen lieber eine schlichte Baumwollversion mit schmalen, kurzen Ärmeln wählen“, empfiehlt die Expertin. „Wenn Puffärmel - dann aktuell eher gemäßigt“. Doch welche Bluse wirklich gut aussieht, welche Rocklänge am besten wirkt, ist laut der Expertin individuell. Wichtig sei, dass die Proportionen stimmen.

Sowieso scheint bei kaum einem Kleidungsstück wichtiger, dass es gut sitzt. „Wie eine zweite Haut am Oberkörper“, beschreibt es die Kennerin. Hier zeigen sich auch Qualitätsunterschiede zwischen Falten werfenden Billig-Dirndln und Markenstücken.

Der große Accessoires-Trend der Festival-Saison setzt sich auch während der Wiesn-Zeit fort. Allerdings sehen Blumenkränze zu Dirndln nach Heidi statt nach Hippie aus. So schön!Wer zu seinem traditionellen Wiesn-Look noch einen Wow-Effekt addieren möchte, greift zum Beispiel zu einer handbemalten Brosche mit Federapplikation für den Träger oder die Schürze. Noch besser: Ein Gang zum Floristen. Denn wie schon bei den Sommer-Festivals zu beobachten, erleben  dieses Jahr Blumenkränze ihre Blütezeit. Statt nach Hippie sieht es bei Volksfesten mit Flechtfrisur eben nach Heidi aus.

Auch Kunststoffblumen sind laut Gabriele Hammerschick möglich, aber die sollen bitteschön hochwertig aussehen. Und: Blumenkränze sind Solo-Künstler, benötigen keine anderen Extras. Sowieso ist bei den Accessoires Zurückhaltung besser als Bling-Bling-Offensive. „Viele holen zur Wiesn-Zeit ihren gesamten Schmuck aus der Schatulle“, sagt Gabriele Hammerschick. „Dabei ist weniger so viel mehr.“ Mit einer Kette und Ohrringen in Kombination wirke der etwa Look überladen. Und schließlich gelte als Grundregel für das gesamte Styling: „Tracht ist keine Verkleidung, sondern Bekleidung.“

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