Schön traditionell zum Oktoberfest O’zogn is: Die besten Dirndl der Saison

von AMICA Online Redakteurin
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© Julia Trentini
Jedes Jahr scheint er größer zu werden, der Trend zur Tracht. Doch ruft nicht jeder Trend einen Gegentrend hervor? Tragen rebellische Teenager bald zerschlissene Jeans im Bierzelt? „Im Gegenteil! Wir merken sogar, dass wir immer mehr kleine Dirndl in Größe 32 verkaufen“, sagt Gabriele Hammerschick, Leiterin der Trachtenabteilung beim Traditionshaus Lodenfrey. „Die Nachfrage bei Jugendlichen ist sehr groß. Das ist ein gutes Zeichen.“

Süß und verspielt
So geht auch 2013, beim 180. Oktoberfest auf der Münchner Theresienwiese (vom 21. September bis 6. Oktober) nichts ohne Mieder und schwingende Röcke. Lederhosen bleiben trotz vermeintlicher Trend-Aufblitzer noch den Männern vorbehalten. „Auch dieses Jahr dreht sich bei Frauen alles um Dirndl, Trachtenalternativen haben keine Chance“, so die Expertin. „Schließlich gibt es keine Frau, die im Dirndl nicht gut aussieht.“

Das Potential des Kleindungsstücks haben sogar große Modehäuser erkannt. Hugo Boss, Escada, Marc Cain und Basler entwarfen schon Modelle. 2013 feiert auch das Mannheimer Top-Label Schumacher sein Trachten-Debüt. „Ein Dirndl ist für mich das weiblichste Kleidungstück überhaupt. Es unterstreicht die Schönheit jeder Frau und wirkt dabei sehr sophisticated. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit dem Trachtenstil zu spielen“, schwärmt Designerin und Label-Gründerin Dorothee Schumacher. Den Hype um Tracht erklärt sie so: „Kleider können eine charmante Brücke zwischen heute und gestern sein. Wurzeln, Werte, Traditionen – das ist uns heute wieder wichtig und ich freue mich, dass auch die Deutschen ihr Erbe umarmen.“ In einer Tracht stecke unglaublich viel Liebe zur Handarbeit und zum Detail, Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Das spüre man.

Moderne Klassiker
Eine gute Nachricht für alle Heimatverbundenen: Es bleibt traditionell. Aber auch Fashionistas dürfen sich freuen. Denn modisch wird es laut Hammerschick durch neue Rocklängen (früher waren 93 Zentimeter klassisch, heute sind es Knie umspielende 70 Zentimeter oder lange 80 bis 85 Zentimeter) sowie ein neues Rockvolumen (statt vieler Falten, fallen jetzt Teller- oder Glockenröcke luftig, tragen weniger auf). Auch Schumacher ließ sich von der Tradition leiten, interpretierte das Kleid aber im typischen Marken-Look neu. Der moderne Twist: eine Seidenschürze mit Rosendruck – Dorothee Schumachers Lieblings-Print aus ihrer aktuellen Herbst-Winter-Kollektion 2013. Hinzu kommt eine Brosche aus Swarovski-Kristallen.

Aktuell sind bei Lodenfrey vor allem die Farben. Dunkelblaue Töne, Taupe, Dunkelgrün, Hellblau, Hellrosa und Dunkelrot sind angesagt. Wer sich von der Masse abheben möchte, kombiniert eine Schürze im selben Ton aber mit unterschiedlichem Muster. „Das wirkt besonders elegant“, erklärt Gabriele Hammerschick. Apropos Muster. Auch hier finden sich besonders häufig traditionelle Drucke wie Pünktchen, Blümchen oder Vichy-Karo. Aber weil Kundinnen wie auch sonst in der Mode „Tiere lieben“ (wir erinnern uns an den Eulen-Pullover von Burberry oder Katzen-Slipper von Charlotte Olympia), kommen diese auch auf Dirndl-Stoffen zum Einsatz. Statt Leo-Print (ein Tabu!) sind hier aber zum Beispiel Hirschmotive zu finden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Trachtenstoffe uns jetzt umschmeicheln und welche Extras das Dirndl aufhübschen!

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O’zogn is: Die besten Dirndl der Saison
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