Haute Couture 2008Salomes Farbrausch

John Galliano ließ es krachen: Mit dröhnender Rockmusik und Entwürfen voll Glanz und Gloria setzte der britische Designer für Dior zum Auftakt den ersten Höhepunkt der Pariser Haute-Couture-Schauen für dieses Frühjahr. Die Kulisse erinnerte an einen orientalischen Harem, die Models wirkten so exotisch und verführerisch wie Oscar Wildes „Salome“. Dessen Symbolismus hatte Galliano offenkundig inspiriert, gleichzeitig arbeitete er sich mit der Linienführung der Entwürfe durch die 50er-, 60er- und 70er-Jahre.

Armani
A model presents creation by designer Armani for his Haute-Couture Autumn-Winter 2008-2009 fashion show  in Paris

Knielange Kostüme und wadenlange Kleider mit Reifröcken, Raffungen und Blütenapplikationen umgaben die Models wie Blütenkelche. Die leuchtende Farbpalette mit Fuchsia, goldigem Grün, Gelb oder Violett wurde durch prächtige Stickereien noch betont.

Daneben gab es lange Gewänder in Braunrot, die wie Rochenhaut schillerten, andere waren wie Schlangenhaut gemasert. Eindruck machten auch die Hüte, die mal an Vogelgefieder, mal an goldene Schüsseln erinnerten, sowie die hohen Plateau-Schuhe, auf denen die Models geziert über den Laufsteg stolzierten.

Neben Dior zeigen bei den Couture-Schauen 25 weitere Modehäuser wie Armani ihre Kollektionen der „Hohen Schneiderkunst“. Mit Spannung erwartet wird auch das letzte Defilee in der Karriere von Altmeister Valentino am Mittwoch.

Quelle: dpa
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