Prêt-à-porter Glamouröse Zeiten
Wie eine Bienenkönigin schwirrte Sharon Stone in den Saal. Umgeben von einem summenden Schwarm aufgeregter Journalisten und Fotografen hatte die Hollywood-Diva bei ihrem Besuch in Paris Mühe, in die erste Sitzreihe der Modenschau ihres neuen Werbepartners Dior zu gelangen.
Doch zeigte die Szene, dass die französischen Prêt-à-porter-Schauen in dieser Saison deutlich an Glamour gewonnen haben. Ungewöhnlich lang war die Warteschlange, prall gefüllt die Reihen, launig die Stimmung.
Schon die Kulisse ließ das Defilee von Dior-Designer John Galliano zum Ereignis werden: Unter der grandiosen Glaskuppel des Grand Palais schritten die Models über einen schier endlosen Laufsteg. Ihre Kleider wirkten frisch und sexy. „Nude“ hatte Galliano als Motto ausgegeben: Hautfarbenes, manchmal mit Abstufungen in Orange oder Pink, umschmeichelte die Modelkörper wie ein Schleier.Auch der wohl dienstälteste „Wilde“ der Szene, Jean Paul Gaultier, propagierte Tragbarkeit. Seine Entwürfe stehen im Zeichen östlicher Folklore: weiße Bauernblusen mit folkloristischen Stickereien in Rot und Schwarz, Häkelspitze und goldgelbe Blütenkleider gewinnen durch Rüschen, Volants und Raffungen an Volumen.
Sommerlich Leichtes war bei Issey Miyake zu sehen. Einige Entwürfe waren dem Element Wasser gewidmet, als meerblau gemustertes Trägerkleid oder schwarzes Fischnetz-Gewand. Andere waren von japanischen Landschaftszeichnungen inspiriert mit schmalen beigefarbenen Kostümen mit grünem Blattmuster.














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