Bildung als Mode-Statement Unverkrampfte Eleganz
„Eleganz“, so Asbrand-Eickhoff, verknüpfe man „heute nicht mehr mit dem Bild der älteren Dame im Tailleur, mit Hut, Lacktasche, Lippenstift“. Der Begriff stehe vielmehr für unverkrampftes Statusdenken: „Man möchte zeigen, was man erreicht hat, woher man kommt, dass man Qualität zu schätzen weiß und schöne Dinge zu genießen versteht.“
Seriosität, vor allem im Beruf, ist ebenfalls wieder gefragt. „Und natürlich passt dazu ein Kaschmirpulli mit Wollhose, ein Wickelkleid von Diane von Fürstenberg besser als ein Stretchmini.“
Kürzlich, erzählt der Unternehmer, habe er Charlotte Casiraghi bei einer Präsentation in Berlin erlebt, zu der sie im Nerzjäckchen kam. Die Nonchalance, mit der sie den Pelz – einst der „Inbegriff des Madamigen“ – trug, sei für ihn das Sinnbild der neuen allure. Spielerischer als einst, cooler, aber immer an Ikonen wie Grace Kelly, Jackie Onassis oder Audrey Hepburn orientiert.
Eine Symbiose aus Stil, Persönlichkeit und Mode, unterlegt von einer gewissen Bildung und Kultiviertheit.
Trägt man ein Kleid von Balenciaga, sollte man einen Goya von einem Velázquez unterscheiden können. Und als Valli-Kundin würde die Kenntnis der italienischen Expressionisten nicht schaden. Dass Victoria Beckham neuerdings mehr Zeit in Gemäldegalerien als beim Friseur verbringt, ist also kein Zufall.
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