Amir SlamaDie Bikini-Freundschaft

Amir Slama weiß, woher das brasilianische Talent zur Lässigkeit kommt: „Ständig Badesachen zu tragen gehört zu unserer Lebensart. Strandleben und Stadtleben sind nie voneinander getrennt. Deswegen gibt es bei Rosa Chá Teile, die man sowohl am Beach als auch in der Stadt tragen kann.“ Ganz ohne fasten zu müssen.

Für die Bikiniwahl gelten laut Slama nur zwei Regeln: „Gesetz Nummer eins lautet: Was im Shop nicht gut aussieht, sieht am Strand erst recht nicht gut aus. Gesetz Nummer zwei: Zum Bikinikauf nie den Freund oder Freundinnen mitnehmen. Die konzentrieren sich nur auf die Schwachstellen. Eine Frau muss mit ihrem Bikini eine Freundschaft eingehen, die nur zwischen ihr und ihrem Bikini besteht“, doziert Slama, dessen Läden aussehen wie verspiegelte begehbare Kleiderschränke, „bei mir soll sich jede Frau wie ein Superstar fühlen.“

Doch Achtung! Rosa-Chá-Modelle können echte Mutproben sein: extrem hoch ausgeschnittene Höschen, sehr dünne Strings, kräftige Farben, die an Kostüme von Karnevalstänzerinnen erinnern. Und die Bikinioberteile verdecken nur das Allernötigste.

Für das New Yorker Kaufhaus „Barneys“ hat Slama deshalb eine Kollektion für die Brüste von Amerikanerinnen und Europäerinnen anfertigen lassen. Die sind einfach voluminöser und brauchen mehr Stoff. Bedauert er das? „Nein, aber für eine gute Bikinisilhouette ist ein zu großer Busen nicht so gut.“