Amir SlamaHippie-Feeling inklusive

Woher aber nehmen Brasilianerinnen ihr beinahe unverschämtes Vertrauen in den eigenen Körper? „Diese Selbstverständlichkeit ist einfach die Mischung aus dem Klima und einer bestimmten Sinnlichkeit. Es hat tatsächlich mehr mit der Sonne zu tun als Sie denken“, sagt Slama. Um dann ein wenig tiefgründiger zu werden: „Ich glaube, Modelagenturen interessieren sich so sehr für Brasilien, weil die Welt immer noch auf der Suche nach dem Gesicht für das 21. Jahrhundert ist. Bei uns findet man es. Hier haben sich über die Jahrhunderte so viele Kulturen und Nationen vermischt. Dabei ist eine Art perfekter Welt-Mensch herausgekommen.“

Und der lässt sich nirgendwo besser begutachten als an jenem Ort, der in Brasilien mit dem Wort „Zuhause“ fast synonym ist: am Strand. Die Copacabana, ehemals der idealtypische Beach, hat allerdings seit kurzem einen Nachfolger: Florianopolis, genannt „Floripa“, eine Inselstadt mit weißem Sand und aquamarinblauem Wasser, die Mädchen und Jungs sehen alle aus wie frisch aus dem Surfer- oder Modemagazin.

Florianopolis ist gerade dabei, eine Art St. Tropez zu werden. Models und Stars kommen gern hierher und viele Wohlhabende aus Rio oder São Paulo lassen sich hier nieder, auch weil das Leben in den Städten für sie gefährlicher wird.
Amir Slama aber sagt, Floripa sei nichts für ihn: „Mein Tipp ist Trancoso Beach. Dort ist es sehr ruhig und die faule Hippie-Stimmung aus den 70er-Jahren ist noch ein wenig erhalten.“ Seine Bikinis wirken eben in einer räkeligen Umgebung am besten.