Gummistiefel Viele, viele bunte ...
18.12.2008
… Stiefel-Episoden. Da können unförmige Moonboots einpacken. Die neuen Gummistiefel sind weniger monströs, herrlich gemustert und verpassen dem Style Geschichte.
Text: Kerstin Kotlar
© PR
Spannend ist es aber auch, wenn die Treter aus dem Fetischmaterial selbst Geschichten erzählen. Mit verspielten Prints und verschlungenen Motiven. Da kann sich jeder seine persönliche zusammenreimen und sie passend zum eigenen Outfit erzählen. Überschwänglich kullern Diamanten, großäugige Figuren und Schallplatten auf dem „Discoteca Rain Boot“ von Tokidoki durcheinander. Ein Fundus – in einer Explosion aus allen Farben – für Geschichten über durchtanzte Nächte, skurrile Liebhaber oder wieder entdeckte Lieblingshits. „Manchmal“, wofür Tokidoki auf Japanisch steht, warten wir auf solche Momente, die unser Leben verändern. So das Credo der Gründerin Simone Legno. Sie selbst ist allerdings eine waschechte Italienerin – mit großem Faible für das asiatische Land. Dennoch ist sie von ihrer Heimat Rom ausgerechnet in die andere Himmelsrichtung gezogen: Simone Legno lebt jetzt für ihr Label in Los Angeles. Und schon steckt wieder eine Geschichte hinter der Gummifasade.
Ebenfalls eine lange Entwicklung steht für das Traditionshaus Burberry. Christopher Bailey, der das britische Urgestein gerade verjüngt, hat sich diesen Winter ebenfalls auf den Gummitrend eingelassen. Der Designer hält zu Quietschfarben sichere Distanz, um dem Stil der Marke treu zu bleiben und setzt lieber auf dezente Applikationen. Andere Geschichten schreiben die Stiefel im Alpenschick von Giesswein oder Erzählungen im Stil alter Radierungen von Barefoot Tess. Ein Wintertraum für alle gestiefelten Fashionistas, die etwas zu erzählen haben.
Schuh Kolumne
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