High Heels Pumps statt Birkenstock?

23.01.2008

 

Pumps sind schön anzuschauen, machen einen sexy Gang und sind jetzt wohl auch noch gesund. Das behauptet jedenfalls die italienische Ärztin Maria Angela Cerruto.
Text: Melanie Gutbier
© Reuters
Es gibt so unschöne Wörter, die mag mein Mund eigentlich kaum aussprechen. Beckenbodentraining ist definitiv eines davon. Diesen Begriff nun mit Stilettos in Verbindung zu bringen, wäre mir also nie in den Sinn gekommen. Für die italienische Urologin (uuuh schon wieder so ein Unwörtchen) Maria Angela Cerruto von der Universität Verona ist das aber gar kein Problem.

Die studierte Dame, übrigens bekennender Pumps-Fan, hat nämlich die Mission das Schuhwerk mit dem schlechten medizinischen Ruf wenigstens ein bisschen zu rehabilitieren. Also hat sie gründlich nachgeforscht und tatsächlich herausgefunden, dass der Balanceakt auf hohen Absätzen quasi auch unbemerkt ein Training für die Beckenbodenmuskulatur ist.

Anders als Orthopäden, die Schuhe mit Absatz gern mal als gesundheitsschädliches Teufelswerk verdammen, hat Frau Doktor also den High Heels auch medizinisch etwas abgewinnen können: Denn Frauen, die auf hohen Absätzen durch die Welt stöckeln, trainieren automatisch die besagte Muskulatur. Und das hat wiederum positive Auswirkungen auf das Liebesleben. Aha!

Und da bin ich dann auch wieder dabei: Wir dürfen uns jetzt also schwesterlich überlegen, ob Männer das erhöhte Schuhwerk aus optischen oder anderen Beweggründen gut finden können. Beim nächsten Besuch im Schuhladen hat ER jedenfalls überhaupt gar keinen Grund genervt zu sein und Argumente sowieso nicht mehr.
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