Tour de Paris Gelackt und gemütlich
27.05.2008
Wo testet man Schuhe am besten? Auf den Straßen von Paris natürlich. Unsere Kollegin Kerstin hat luftige Riemchensandalen einem Alltagstest in der Modemetropole unterzogen.
Text: Kerstin Kotlar
© Kerstin Kotlar/ Marilyn Nehring
Die weiß-schwarzen Riemchen passen wunderbar zu den Farben meines Sommer-Outfits. Nachdem ich für meine zierlichen Füße (Größe 36) noch ein zusätzliches Loch habe knipsen lassen, sitzen die Schuhe auch wie angegossen. Die erste Hürde über die knarzende, ausgetretene Holztreppe, die sich von meinem Appartement hinabwindet, haben die V-förmigen Absätze ohne Stolperprobleme genommen.
Angekommen im neunten Arrondissement erweist sich der offene Pumps als absolut bürotauglich – auch unter den modeverwöhnten Augen meiner Pariser Kolleginnen. „Klassisch“, „geeignet für den Nachmittagscocktail“, „sehr sexy, vor allem mit den roten Fußnägeln“, „passt zum Kleid, aber auch zu einer Hose“, lauten ihre Kommentare während meines Arbeitstags.
© Kerstin Kotlar
Der City Calvi von Ecco, um 90 Euro
Auf und vor den Zeichnungen treffe ich auf viele gut beschuhte Französinnen. Immer noch fühlen meine Füße sich frisch und weich gepolstert. Allerdings ist die Innensohle ein wenig glatt bei sehr heißen Temperaturen. Das Museum Carnavalet hat offensichtlich an der Klimaanlage gespart. Da hilft nur ein schneller Sprung in die nächste kühlere Metro.
Von den Grands Boulevards geht es die steile Rue du Faubourg Montmarte hinauf. Die flexible Sohle federt auch die Steigungen Richtung Sacré Coeur ganz sanft ab. Einziger Haken der edlen Sandalen: Mein Orthopäde hat mir wegen einer Verletzung eigentlich abgeraten, hohe Schuhe zu tragen. Aber vielleicht merkt er ja bei den komfortablen Absätzen nichts. Und ich kann noch bis in die dritte Etage des Eiffelturms damit steigen.
Schuh Kolumne
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