Schuh-Trends Gefranst oder geschnürt?
Hurra, die neuen Winterschuhe sind da! Jetzt beginnt die Phase der Entscheidung: Welche braucht man wirklich? Wäis Kiani stiefelt los …
Text: Wäis Kiani
© Getty Images
Nein, ich habe DAS Paar Gucci-Stiefel mit Fransen; ein paar wunderbare braune Court-Pumps im Siebziger-Jahre-Lauren-Hutton-Style, die ich mit meinen dicken Falke-Kaschmirsocken zu weiten Marlene- und Boyfriend-Jeans tragen kann; ein Paar perfekte schwarze Pumps Petit Rat von Christian Louboutin, die zu allem passen, in denen ich aber keine zehn Meter laufen und höchstens 20 Minuten mit Festhalten stehen kann. Dann habe ich noch jede Menge Stiefel, Stiefeletten und Pumps vom letzten Winter, die alle weder unmodern noch abgetragen sind. Trotzdem ist, im Gegensatz zu meiner restlichen Garderobe, der Schuhbedarf hiermit nicht gedeckt.
Wie ein Schuh sein muss
Um eins mal gleich vorwegzunehmen: Ich bin keine Schuhsammlerin und ich bin auch keine Schuhverrückte. Ich werfe meine Schuhe nach der spätestens vierten Saison aus meinem Schrank (ausgenommen ein paar Chanel-Stiefeletten und ein Paar grüne Alligatorpumps von Dolce & Gabbana, die dürfen bleiben), um Platz zu schaffen für Neuankömmlinge.
Aber ich mag Schuhe. Schuhe, die einfach in allen Punkten (Form, Farbe, Material, Absatz) richtig sind, die neue Saison auf den Punkt bringen und selbstverständlich keinen Schnickschnack nötig haben. Und niemals witzig oder originell sein wollen. Witzige Schuhe sind nämlich das Letzte. Ein Schuh oder Stiefel muss einfach aussehen, so, wie man eben einen Schuh zeichnen würde. Aber dann, wenn man, wie ich, den Schrank vollgestopft hat mit schönen, schlichten, schnörkellosen Schuhen und Stiefeln, hat man noch lange keine Schuhe zu den neuen Herbst-Outfits.
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