Pariser FrühjahrsmodeTrendy und tragbar

Anders ging es bei der diesjährigen Pariser Prêt-à-porter-Woche zu: Denn lange nicht zeigten die französischen Designer eine so tragbare und zudem heitere, sommerliche Mode. Es gibt sogar einige echte Trendteile, die der Trägerin im kommenden Frühjahr modische Kompetenz garantieren.

Da ist zunächst einmal die weiße Bauernbluse. In Paris sah man sie zuhauf auf dem Laufsteg – besonders schön bei Stella McCartney oder Loewe. Weit muss sie sein, möglichst in der Taille von einem breiten Gürtel gehalten. Schnürungen, Häkelspitze oder Rüschen verpassen ihr einen nostalgischen Touch. Diese Blusen können auch verlängert als Kleider, kombiniert zu Sommerstiefeln, getragen werden.

Folkloristisch wirken auch die neuen Röcke: Sie schwingen mit Volumen, sind plissiert oder gerafft, oftmals mehrlagig oder mit Unterrock. Batikmuster und Stickereien (etwa bei Dries van Noten) sind genauso angesagt wie Monochromes in auffälligen Farben (etwa Türkis oder Magenta).

Trotz aller Weite: Bei Jacken bestimmt Knappheit das Bild. Schmale Bolerojäckchen mit Dreiviertelarm oder längere Modelle mit Schößchen werden auf Figur geschnitten. Alternativ dazu gibt es lockere Modelle im Freizeitlook.

Bei Hosen gibt es ein Revival der Shorts: Sie kommen ebenfalls im weißen Rüschenlook daher oder erinnern an Safari. Wichtig ist hier ebenfalls Volumen, das von den Bündchen am Schenkel gebändigt wird. Ansonsten liegen Dreiviertelhosen im Trend.

Bei den Accessoires gibt es drei große Trends:
1. Accessoires – ob auffallende Tasche oder witziger Schuh – werden als modischer Ausweis immer wichtiger, überholen möglicherweise bald die Kleider selbst.
2. Flache Sandalen erlösen die Frauen von den High-Heel-Strapazen.
3. Ein Hut muss her. Ob bei Hermès oder John Galliano: Große, elegant geschwungene Sommerhüte verpassen dem Gesamtlook erst das richtige Feriengefühl.