Umfrage zur Dünn-Diktatur in der ModeBitte keine Magermodels mehr!

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Cara Delevingne auf dem Laufsteg von Peter Pilotto

Nach der Ära der femininen Supermodels in den 90er-Jahren, brachen in der Modebranche die Nullerjahre an. Sprich, die Jahre der Size-Zero-Größe. Vorbild: die schlaksige Kate Moss. Models müssen heute offiziell in Kleider der Größe 34 passen, inoffiziell ist besser, wenn es noch enger sein darf. Das derzeit wohl gefragteste Laufstegmodel, Cara Delevingne, hat etwa einen Brustumfang von rund 78 Zentimetern, einen Taillenumfang von rund 61 Zentimetern und einen Hüftumfang von 86 Zentimetern. Sie unterbietet die als Ideal gehandelten Maße 90-60-90 also noch.

Da auch immer wieder offensichtlich kranke Models auf den Catwalks gesichtet werden, brodelt seit Jahren eine Debatte um neue Standardmaße in der Branche. Zuletzt forderte das ehemalige Übergrößen- und jetzt wieder erschlankte Model Crystal Renn, dass alle Designer ihre Musterstücke in Größe 36 anfertigen sollten.

Dass sich Designer wie Karl Lagerfeld oder Marc Jacobs gegen ein Verbot für Size-Zero-Models wehren, ärgert nicht nur die „zu dicke“ Schönheit. Auch normale Frauen stören sich an diesem Zustand, wie eine Umfrage des Gutscheinportals Togutscheincode.de herausfand. Dreiviertel der rund 1.700 Befragten lehnen demnach extrem dünne Models in Zeitschriften und bei Modenschauen ab. 70 Prozent verfolgen nämlich die hier präsentierten Trends aufmerksam und lassen sich davon inspirieren.

Bei den meisten ist der Grund für die Missbilligung der Maße nicht etwa Neid. Fast die Hälfte der Frauen mit dieser Haltung finden sehr dünne Models unattraktiv, 61 Prozent machen sich Sorgen über Auswirkungen auf junge Mädchen, die ein unrealistisches Schönheitsideal vermittelt bekommen. Mehr als ein Drittel würde Modetrends lieber von „echten“ Frauen präsentiert bekommen.

Stimmt es sogar, dass die Magermodels das Selbstbewusstsein der durchschnittlichen Frauen angreifen? Alamierende 19 Prozent beantworteten diese Frage mit „ja“ und gaben an, dass sie gerne schlanker wären (41 Prozent). Insgesamt fordern fast 40 Prozent der Befragten ein Verbot von knochigen Models!