Verrückt, verrückter, Glastonbury!Tanz im Schlamm mit Kate Moss und Blumenkranz

Während des Glastonbury-Festivals herrscht Ausnahmezustand auf einer Rinderfarm nahe Somerset, England. Hunderttausende Neo-Hippies pilgern zu den Wiesen. Im Gepäck: Blumenkränze und Lust auf Spaß.Die Topmodels Kate Moss und Cara Delevingne haben in Lederjacken von Matchless gerockt. Sängerin Florence Welch flanierte mit einem jungen Mann an der Hand über das Festival-Gelände, erfreute Fashion-Kenner mit einem bunt bedruckten Seidenkleid. XL-Fransen umspielten die Kurven ihrer Kollegin Rita Ora. In Feuerrot heizte sie dem Publikum beim Glastonbury-Festival (vom 26. bis 30. Juli 2013) ein. Noch ausgeflippter wurde es bei Rapperin Azealia Banks mit einer Art Drachenkostüm, Sängerin und Songwriterin Laura Mvula wirkte wie ein futuristischer Schwan. Es scheint: Bei Festivals und in der Liebe ist alles erlaubt. Aber auch Nicht-Stars freuten sich über das hippieske Lebensgefühl und drücken selbiges mit ihrer Kleidung aus. Zum Beispiel mit Klassikern, wie bodenlangen Batikröcken. Verrückte Kopfbedeckungen wie Wrestling-Masken, Piratenhüte oder orientalische Tücher sind da zu sehen, neben der Festival-Uniform zerfetzte Jeans-Shorts plus Gummistiefel. Letztere gehören beim Glastonbury genauso dazu wie Regencapes, verwandelt sich das Gelände doch regelmäßig in eine einzige Matsch-Pfütze.

Manche der Besucher machen aus der Not eine Tugend, wählen Regenschutz mit Union-Jack-Print als patriotischen Wow-Effekt oder hüpfen lustig im Schlamm herum. Absolutes Trend-Accessoire 2013: Blumenkränze auf dem Kopf!

Als musikalisches Highlight galt beim britischen Mega-Festival mit rund 175 000 Gästen auf einer Farm in der Nähe von Somerset, diesmal der Auftritt der Altrocker „The Rolling Stones“, auch die Bands Mumford & Sons, die Arctic Monkeys, Primal Scream und Nick Cave & The Bad Seeds standen auf dem Programm.

1970 hatte ein Hippie namens Michael Eavis das Festival auf seinem Grund ins Leben gerufen. Vom damaligen Woodstock-Gefühl ist auch heute noch viel zu spüren, betrachtet man alleine die Fotos vom Event. Hier werden spontan Liebes-Zeremonien gehalten oder Heiratsanträge gemacht, in einem Steinkreis warten Besucher auf den Sonnenaufgang, am Lagerfeuer tanzen sie enthemmt zu Trommelschlägen. Eskapismus pur. Da träumen wir uns gerne hin.



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