Modewoche Mailand Zukunft statt Retro

 

Mailands Designer haben wieder Lust auf Zukunft. Futurismus statt Retro lautet einer der großen Trends auf den Defilees der Milano Moda Donna mit den Kollektionen für die Saison Frühjahr/Sommer 2007.
Zwar wird auch weiter aus den vergangenen Dekaden zitiert, doch mit metallisch glänzenden Oberflächen, experimentellen Formen und innovativen Materialkombinationen ist die Übersetzung alles andere als rückwärts gewandt.

Wie eine solche zeitgemäße Mode aussehen kann, zeigte Belstaff: Die Designer kombinierten funktionale Materialien mit sexy Schnitten, klassische Stücke mit ungewöhnlichen Details.
Und auch Miuccia Prada präsentierte in Mailand ihre Vision von der Mode der Zukunft: aus Satin geschneiderte, extrem kurze Miniröcke, Shorts mit hohem Bund, dazu voluminöse Oberteile. Intensiv ist das Farbbild mit kräftigen Nuancen von Lila, Orange oder Blau.

La Perla kommt ursprünglich aus dem Dessous-Bereich, deshalb hat auch die darüber zu tragende Kleidung der Marke aus Bologna stets eine gewisse Wäsche-Anmutung. Catherine Deneuve im Film „Belle du jour“ war die Muse für die aktuelle Kollektion, in der neutrale Farben wie Weiß, Schwarz oder Beige und sinnliche Stoffe wie Spitze, Seide oder Chiffon den Takt angeben.
In Etros Mode hingegen dominieren Muster von Pepita über Blumen bis hin zur Grafik. Es gibt viele mit Ornamenten dekorierte Tops, Faltenminiröcke, fließende Hosen und kurze Westen.

Moschino schließlich interpretierte einen Trenchcoat als Minikleid aus Taft, versah Bermuda-Anzüge mit Ösen und Kordeln und brachte ansonsten wie so viele Designer in diesen Mailänder Showtagen eine stattliche Parade an Kleidern auf den Laufsteg.
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