Mit Kurven und KöpfchenÜbergrößenmodel Jennie Runk macht Mut zum Bikini

von AMICA Online Autorin
Alle Infos zu Kristina: oder folge mir auf
© Karl Rothenberger
Jennie Runk trägt Größe 44-46

Gute Nachrichten für alle Naschkatzen, Vollweiber und Kurvenwunder und für all jene, deren Frühjahrsdiät nicht ganz so gut geklappt hat: Die Bikinisaison steht kurz bevor! Ja, das ist ein Grund zur Freude, denn dieses Jahr wird alles anders. Schluss mit Strandausreden und Schwimmbadverweigerung.

Man nehme sich ein gewichtiges Beispiel an Plus-Size-Model Jennie Runk. Der lebende Beweis dafür, dass sich Rubensfiguren und sexy Auftritte am Strand nicht ausschließen. Die hübsche Brünette präsentiert die neue Bademodekollektion von H&M+ in Kleidergröße 44 bis 46.

Neben figurschmeichelnden Badeanzügen und kleidsamen Jeans-Shorts trägt sie auch demonstrativ Bikini – der ein oder anderen Speckfalte zum Trotz. Auch privat mag die 24-Jährige am Strand lieber Zweiteiler. „Die sind bequemer und angenehmer, wenn es sehr heiß ist“, erzählt sie im Interview mit AMICA Online. Beim Shooting für H&M hat sie sich überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wie ihr die Bademode steht. Sie hatte sich vorher gar nicht im Spiegel gesehen und ganz andere Dinge im Kopf. „Ich machte mir mehr Sorgen, dass ich von einer Welle überrascht werde oder, dass ich im Sand in etwas treten könnte“, sagt sie.

© Brian Boulos
Schön und schlau: Jennie Runk
Ganz schön schlau

Ab und an hat die Amerikanerin auch schon die ein- oder andere Diät gemacht. Aber nur, so erklärt sie, wenn die Jeans zu eng werden. Aber nur aus dem praktischen Grund, dass sie sich nicht ständig neue Hosen kaufen wolle. Neben einer gesunden Lebensweise brauche ein Mädchen manchmal eben auch Schokolade. „Solange es nicht ausartet“, sagt sie. Anders als typische Models musste sie für ihren Job sogar zunehmen, nachdem sie als Jugendliche in einer Tierhandlung von einem Scout entdeckt wurde. Trotz oder gerade wegen ihrer weiblichen Figur und Kleidergröße 44-46 stand die junge Amerikanerin schon für „Marina Rinaldi“, „Bloomingdale’s“ und die italienische „Vogue“ vor der Kamera.

Sie will mit ihrer Arbeit ein Vorbild sein für Mädchen und junge Frauen, die mit ihrem Körper hadern. Ihr Rat: „Konzentriert Euch auf andere Dinge! Ihr seid mehr als Euer Körper. Wenn Ihr Euch auf Eure Träume, Eure Ziele und die Menschen, die ihr liebt, konzentriert, werden die Unsicherheiten von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit abgelöst werden“. Poetische Worte – die sind auch Jennies Leidenschaft. Die junge New Yorkerin ist nicht nur schön, sondern hat auch einen Universitätsabschluss in „Kreativem Schreiben“.

© H&M
'Big is beautiful“-Model Tara Lynn in einer H&M-Kampagne.
Alle Größen auf einen Catwalk!

Schon 2011 sorgte ein anderes Kurvenmodel für schöne Strandmomente im H&M-Katalog. Tara Lynn posierte für die „Big is Beautiful“-Linie vor der Kamera und der Name war Programm. Und Superstar Beyoncé, die für die aktuelle , hat zwar eine tolle, knackige Figur, fällt aber mit ihren weiblichen Reizen doch aus dem Magermodel-Raster.

Klickt man sich durch die Bikinikollektion von H&M, fallen ganz unterschiedlich proportionierte Modelmaße ins Auge. Sehr dünn, athletisch, mit kleinem Bauchansatz – jede Rundung hat ihren Auftritt. Auch Jennie kann einen Trend zu mehr Vielseitigkeit in der Modelbranche erkennen. Sie als Plus-Size-Model möchte die schlankeren Kolleginnen nicht ersetzen, aber sie hat einen Traum: Eine Modenschau, bei der Models aller Kleidergrößen zusammen über den Laufsteg schreiten.