Sex and the City Fortsetzung folgt?

S. 3/4

 

© 2007 Warner Bros. Ent.
Als Sarah Jessica einen Tag später tatsächlich auftaucht, ist sie ein wenig blass, aber ansonsten genauso wie erwartet: von Kopf bis Fuß in Versace, das blonde Haar offen, dazu ein entwaffnendes Lächeln: „Tut mir schrecklich leid“, sagt sie „mein Sohn hat sich im Kindergarten einen Virus eingefangen und mich angesteckt.“ Schon vergeben. Zu den wirklich wichtigen Fragen. An alle: Frieren Sie nicht? Nein.

Sarah Jessica trägt kniekurz und Brian-Atwood-Heels zu unbestrumpften Beinen. Kristin Davis ein flatterndes Prada-Blüschen und Sandalen an den nackten Füßen. Cynthia Nixon stellt schockierend makellose, milchweiße Haut in einem kniekurzen, tief ausgeschnittenen Seidenhängerchen von Theory zur Schau. Kim Cattrall räkelt sich in einem weißen, schulterfreien Balenciaga-Göttinnenkleid. Keine zeigt auch nur Anzeichen von Gänsehaut.

Notiert: 1. Strumpfhosen: in New York niemals, egal wie viel Grad unter null. 2. Nackte Haut zeigen: ja, Sonnenbräune, nein. 3. Es gibt keine Altersgrenze für langes Haar oder Minikleid. „Ich fühle mich ein wenig wie Spock, als „Raumschiff Enterprise“ vom Fernsehen ins Kino abhob“, sagt Cynthia Nixon. Von allen Vieren scheint sie der Serie am wenigsten nachgetrauert zu haben: „Ich war gar nicht mehr gewohnt, auf hohen Absätzen zu gehen.“
© 2007 Warner Bros. Ent.
Es ist nicht so, als hätte „Sex and the City“-Autor und Regisseur Michael Patrick King ein fertiges Skript in der Schublade liegen gehabt. „Noch im Sommer 2006, als wir bereits mit dem Studio verhandelten, behauptete er, unsere Charaktere seien zu eingespielt, um ihn zu inspirieren“, sagt Sarah Jessica. Aber nach fünf Monaten Brainstorming in der Stadt und ein paar Wochen Klausur in der kalifornischen Wüste kehrte King mit einem 350 Seiten dicken Drehbuch zurück.

„Genug Material für mindestens eine Fortsetzung“, frohlockt Sarah Jessica. „Natürlich müssen wir erst einmal sehen, wie Teil eins ankommt“, bremst sie sich, „aber ich habe ein gutes Gefühl.“ „Jederzeit“, schnurrt Kim Cattrall „ich habe den größten Spaß meines Lebens.“ Echte Harmonie oder Method-Acting, das ist die Frage.
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