Star-Style Whitney Houston Ihr Diven-Stil überlebte jeden Absturz

 

Tragisch trifft der Tod Whitney Houston mit nur 48 Jahren. Teilweise ein Wrack, aber eigentlich eine Sängerin mit modischer Klasse. Ein Stilrückblick auf die schönsten Seiten der Soul-Diva.
Text: Kerstin Kotlar
© REUTERS/Courtesy Warner Home Video Copyright 2004
Für immer unvergessen klingt „I Will Always Love You“ in den Ohren. Der Song von Whitney Houston entwickelt sich mit dem Film „The Bodyguard“ zur Liebeshymne. Generationen schmelzen dazu in den Armen des Liebsten dahin. Im Kopf die herzzerreißende, wenn auch kitschige, Geschichte und der glamouröse Auftritt der Ausnahmekünstlerin. Das goldene Glitzerkleid schmeichelte ihrer Silhouette. Aufwendiges Make-up brauchte sie nicht. Mit strahlenden Augen lässt es sich in ihrer drei Oktaven umfassenden Stimme versinken.

Durch „I Will Always Love You“ krönte Houston ihren Erfolg mit der weltweit meistverkauften Single einer Sängerin. Nur ein Jahr zuvor hatte sie die amerikanische Nationalhymne in die Pop-Charts gebracht. Eine Ausnahme. Seit Mitte der 80er-Jahre bis in die Neunziger hinein schaffte Houston es immer wieder ganz nach oben.
Die Looks von Whitney Houston
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Dazu passte ihr Stil: Mit viel Glitzer und Glamour, immer ihre tadellose Figur betonend, wurde sie eine Stilikone dieser Jahrzehnte. Neben der Stimme wurde Houston ebenso Modegeschmack mit auf den Weg gegeben. Als Tochter von Cissy Houston am 9. August 1963 in Newark, New Jersey geboren, war Dionne Warwick ihre Cousine, Aretha Franklin ihre Patentante. Gestandene Gospel-Ladys mit femininen Power-Looks also. Houston stand schon bei Auftritten ihrer Mutter mit auf der Bühne. Doch ihre Schönheit ebnete ihr auch den Weg in die Modelkarriere. Sie schaffte es in die „Vogue“, den Titel der „Harper‘s Bazaar“ und als erste Schwarze auf das Cover der „Seventeen“. Im schulterfreien Dress inszenierte sie ihre Ebenmäßigkeit auf ihrer ersten Platte von 1985.

Für ihre Hits wurde sie im März 1988 erneut mit einem Grammy als beste Popsängerin ausgezeichnet. Diesen nahm die damals 25-Jährige in einem Trägerkleid, das über und über mit Steinen in floralen Mustern bestickt war, entgegen. In ein schlichtes Kostüm dagegen schlüpfte Houston anlässlich einer Konferenz, die sie mit ihrer Mutter in New York besuchte. Nur um zwischendurch wieder in einem Pailletten-besetzten Dress auf der Londoner Bühne zu funkeln. Sie verstand es unangestrengt gut auszusehen. Divenhaft, aber nicht unnahbar. Wir lieben den Stil ihrer besten Zeiten.
Immer wieder zeigt sich Houston später auch in Hosenanzügen und verleiht dem Nadelstreifen-Look eine Extraklasse. Pailletten lässt sie gerne glänzen. Natürlich gab es auch modische Fehltritte. Besonders erschreckend der Auftritt zu Ehren von Michael Jacksons 30. Bühnenjubiläum im November 2001 als gerade noch lebendiges Knochengestell. Wieder zugelegt hatte Houston 2009 als sie ein Corsagenkleid im Leo-Look trug. Im April 2010 patzte sie mit ihrem Privatauftritt im Grand Hotel von Cap-Ferrat an der Côte d´Azur nicht nur gesanglich. Das enge, weiße Kleid gab zudem den Blick auf den aufgequollenen Bauch der Soul-Diva frei.
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Immer wieder haderte Houston aber auch mit ihrer Rolle. „Ich will keine Diva sein“, sagte sie in einem Fernsehinterview vor vielen Jahren. Tränen liefen. Sehr bewegend war auch ihre öffentliche Beichte 2009 in der Sendung von Oprah Winfrey. So erschütternd das Gespräch über Drogen wie Marihuana und Crack sowie ihre „schlimmste Droge Bobby Brown“, von dem sie sich gerne kontrollieren ließ, war: Whitney Houston sah hinreißend aus. Zerbrechlich, ja gebrochen, und doch präsentierte sie im metallisch schimmernden Seidenkleid mit Schleifendetail und dezentem Make-up beinahe perfekte Schönheit. Kurz vor der diesjährigen Grammy-Verleihung zeigen die letzten Bilder, zwei Tage vor ihrem Tod am 11. Februar, Whitney Houston in einem schlichten, gerafften, schwarzen Kleid – offensichtlich etwas neben sich, aber einwandfrei gestylt.

Egal wie sehr Whitney Houston vom Verfall gezeichnet war: Sie blieb immer Diva. In unseren Köpfen behalten wir das Bild im goldenen Glitzerkleid.
Herbert S. Sassen  |  15.02.2012, 16:25
Ihr Lieder und heiliger Zorn
Perfekt: Eine Schönheit in Anmut, Stil und Liebe. Ihre Lieder von gestern lassen noch heute den Atem stocken. Heiliger Zorn gegen den Mann, der sie absolut ruinierte.

AMICA Online  |  14.02.2012, 09:35
Liebe Sabine
Vielen Dank für den aufmerksamen Hinweis! Wir haben das korrigiert. Viele Grüße die AMICA-Online-Redaktion

sabine  |  14.02.2012, 08:41
Liebe Redaktion
Das war gar nicht Michael Jacksons 30. Geburtstag, sondern sein 30 jähriges Buhnenjubiläum!
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