Aenne Burda
Schnittmuster-Queen
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Sie legte den Grundstein für selbstgeschneiderte Kleider und revolutionierte die Schnittmuster: Aenne Burda. Am 28. Juli wäre die Grande Dame der deutschen Mode 100 Jahre alt geworden.
Text: Kerstin Kotlar
Vor 60 Jahren hat die „Königin der Kleider“ (*28.07.1909 – †03.11.2005) den Verlag „Burda Moden“ gegründet. Daraus machte die Verlegerfrau den größten Modeverlag der Welt. Das deutsche Wirtschaftswunder hatte seine Vorzeigefrau gefunden. Am 28. Juli 2009 wäre die Grande Dame der deutschen Mode 100 Jahre alt geworden.
Aus diesem Anlass veröffentlichte die Autorin und enge Freundin der Verlegerin, Ute Dahmen, die Autobiografie „Wunder sind machbar“. In umfangreichen Geschichten und Anekdoten erzählt Dahmen aus dem Leben Aenne Burdas und ihrem beharrlichen Weg an die Spitze der Schnittmagazine.
Eine Hommage an die Schnittmuster-Queen ist außerdem die Ausstellung „Aenne Burda – Ein Leben in Mode“ in Offenburg. Fotos, Bilder und Nachbildungen der Werkstätten zeichnen das Leben und Werk von Aenne Burda nach. Denn die legendären Schnittmusterbögen der Modezeitschrift waren nicht nur die Grundlage für schicke Kleider und Röcke in den deutschen Kleiderschränken. Sie ließen neben Hobbyschneiderinnen in 120 Ländern der Welt auch Maler und Bildhauer kreativ werden. In Lissabon, an der Station „Alfornelos“, hat die Künstlerin Ana Vidigal beispielsweise überdimensional vergrößerte „Burda Moden“-Schnittmusterbögen inklusive deutscher Fachausdrücke auf die Wandfliesen geworfen. Die Ausstellung zeigt darüber hinaus Bilder, welche die kunstsinnige Dame sammelte. Mit an der Wand hängen Werke von Chagall, Purrmann und Held oder „Three Gentlemen“ von Andy Warhol sowie das sein Pop-Art-Porträt Aenne Burdas.
Die Ausstellung „Aenne Burda – Ein Leben für die Mode“ ist im Offenburger Museum im Ritterhaus bis 10. Januar 2010 zu sehen. Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.museum-offenburg.de.
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