Ärger um DessouslabelShitstorm gegen „Victoria’s-Secret“-Werbekampagne

© Instagram/Victoria's Secret
Rank und schlank wie Behati Prinsloo, Lily Aldridge und Jasmine Tookes - dieser typische Körperbau der Victoria's-Secret-Models ist Schuld an einem Shitstorm.
Die Models von „Victoria’s Secret“ sind das Aushängeschild des britischen Unterwäscheherstellers. Sie repräsentieren, wofür das Label bekannt wurde: Feminine Dessous, geschaffen um den weiblichen Körper ideal in Szene zu setzen und mit dementsprechend wenig Textil. Doch mit der neuen Werbekampagne löste der Dessoushersteller nun einen regelrechten Shitstorm aus.

Auf den ersten Blick ist an der Kampagne für den neuen Push-up-BH nichts auszusetzen: Zehn Models posieren gewohnt freizügig in den knappen Teilen von „Victoria’s Secret“. In dem BH-Modell „The Perfect Body“ (dt. der perfekte Körper) soll die Trägerin mit jeder Körpchengröße ein Traumdekolleté bekommen - also ein perfekter Begleiter für untendrunter.

© Instagram/Victoria's Secret
'The Perfect Body' - ein Push-up-BH, der bei jedem Körbchen Traumkurven zaubern soll.
Doch über diese Bezeichnung - und vorallem die zehn extrem schlanken Models der Kampagne in besagtem BH - ärgert sich die Netzgemeinde. Die Gesichter des Wäscheherstellers sind alle eher schlank und ohne enorme weibliche Kurven, so auch Lily Aldridge, Toni Garrn oder Behati Prinsloo.

Viele Frauen fühlen sich durch die mageren Models diskrimiert. „Victoria’s Secret“ würde damit signalisieren, nur ein solch schlanker Körper sei das Ideal.

Auf Twitter nutzen erboste User den Hashtag #iamperfect, um der Kampagne und seinen Schöpfern den Kampf anzusagen. Und die Wut über die Werbekampagne geht noch weiter: Die britische Studentin Frances Black startete gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen eine Online-Petition. Ein glitzernder Laufsteg, gigantische Engelsflügel und heiße Ladies in knappen Dessous: So ist die Show des Unterwäscheherstellers Victoria's Secret bekannt. Auch 2013 sorgten die Models für einen heißen Winter.Die Aktion, für der bereits knapp 14.000 Unterstützer unterschrieben, fordert die Verantwortlichen von „Victoria’s Secret“ auf, sich für ihr „unverantwortliches Marketing“ zu entschuldigen.

„Meiner Meinung nach schadet die Botschaft jungen Frauen. Das wirkt sich schlecht auf ihr Selbstwertgefühl aus. Ich hätte gern, dass Victoria's Secret die Formulierung ändert und sich zukünftig anders in Kampagnen ausdrückt“, erläutert die Studentin das Ziel der Petition.

Bei so viel negativer Presse wird es für den Wäschehersteller spannend: Am 2. Dezember findet die berühmte Modenschau erstmals in London statt, von Fans der Models in heißen Stöffchen sehnsüchtig erwartet.

Vielleicht reagiert das Dessouslabel auf die Kritik der vergangenen Wochen - und schickt auch ein paar kurvigere „Victoria’s-Secret“-Engel auf den Laufsteg.

Auch ohne extremen Modelkörper sind Frauen schön! Hier der Beweis:

Video / 0:49 Min. / HuffPost/Wochit

Nackt und doch nicht: Die Organisation „Real Women, Real Bodies" startete eine Initiative für ein breiter gefächertes Körperbild. Ihre Fotos zeigen Silhouetten ganz normaler Frauenkörper - ohne Retusche.


 



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