Angelina JoliePhönix aus der Asche

© Lorenzo Agius

Von ihrem Leben will sie erzählen, ihrem Zuhause, den Tauben vor dem Buckingham Palast, denen sie heute Morgen mit ihrem kambodschanischen Adoptivsohn Maddox nachgerannt ist. Vielleicht, weil sie glücklich ist. Endlich. Grund: der in solchen Fällen gerne zitierte Nachwuchs.

„Er ist das Beste, was mir passieren konnte“, sagt sie über ihren Sohn. „Mein Leben ist freier, wilder als je zuvor. Und ich bin glücklicher als je zuvor.“ Man gönnt es ihr. Weil sie lacht. Ein ungestümes Lachen, als ob sie endlich freigelassen worden wäre.

Aber dann fällt einem ein, dass man von ihr schon mal einen ähnlichen Satz gehört hat, während ihrer Ehe mit Billy Bob: „Ich fühle mich so glücklich … freier und stärker und wilder und lebendiger als je zuvor.“

Man spricht sie nicht darauf an. Man will ihr ja keinen Vorwurf aus ihren Gefühlen machen. Vor allem nicht, wenn sie sagt: „Ich finde es schön zu teilen, was ich erlebe. Das ist doch nichts Schlechtes. Es ist ehrlich.“ Warum soll man sich da ausgerechnet als neugieriger Journalist beschweren?