British Fashion AwardsFashion-Queen Victoria

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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Ein „Spice Girl“, das Mode macht? Das kann ja nicht gut gehen. Lediglich mitleidig belächelt wurde Victoria Beckham alias Posh Spice vor zehn Jahren als sie ihre erste Kollektion entwarf. Nur 400 Teile produzierte die Neu-Designerin damals, die in neun Läden verkauft wurden. Inzwischen umfasst jede Kollektion mindestens 5000 Stück und hängt in 300 Läden weltweit, wie der „Daily Telegraph“ berichtet. Dort reißen sich die Hollywood-Stars wie Gwyneth Paltrow, Kate Winslet und Jenny McCarthy um die schmal geschnittenen Etuikleider, die den typischen Victoria-Beckham-Stil widerspiegeln. Das ist ihr Signature-Kleid. Doch Posh spielt auch gerne mit sportlichen Elementen wie Zippern und Hightech-Materialien oder femininen Details wie Raffungen, steckt schlanke Silhouetten diesen Winter in starke Farben wie Safrangelb, Magenta und Zinnoberrot. Und ihre Fashionshow in New York gehört längst zu einem der Promi-Magneten schlechthin.

Für diesen Triumphzug in der Modewelt wurde Victoria Beckham nun mit dem wichtigsten Modepreis Großbritanniens ausgezeichnet. In London wurde ihr der Preis für die beste Designermarke des Jahres überreicht. Sie ließ damit angesehene Kollegen wie Tom Ford, Stella McCartney und Christopher Bailey (Burberry) hinter sich.

Umso größer war ihre Freude. „Ich bin so nervös“, sagte die 37-Jährige stockend als sie in einem schwarzen Neckholder-Kleid ihrer Kollektion den Award entgegennahm. „Ich danke meinem ganzen Team, meinen Eltern, meinen Kindern und meinem Ehemann. Ohne ihn hätte ich nicht den Mut gehabt, das zu tun, was ich tue“, erklärte Victoria. „Es ist tatsächlich ein Traum wahrgeworden.“

Die Liebeserklärung kam prompt von ihrer Familie zurück. „Die Jungs und ich sind unglaublich stolz auf Victoria, nachdem sie heute Abend einen prestigeträchtigen ‚British Fashion Award gewonnen hat“, ließ David Beckham via Facebook wissen. „Sie hat so hart dafür gearbeitet und verdient all die Anerkennung. Es ist wirklich wunderbar, was sie heute Abend erreicht hat, etwas ganz Besonderes!“, freute sich ihr Ehemann.

Strahlend ging auch Sarah Burton nach Hause. Als Nachfolgerin an der Spitze des britischen Avantgarde-Labels Alexander McQueen und Schöpferin des Royal Wedding - Kates Traum-Brautkleid wurde sie Designerin des Jahres. „Als Abschluss eines wundervollen Jahres fühlt es sich an wie der Zuckerguss einer Torte“, schwärmte die Britin in ihrer Dankesrede.

Marc Jacobs, der den Preis an Victoria Beckham überreichte, outete sich an diesem Abend als wahrer Fan britischer Mode. Er liebe die Tradition. Die Liebe zu Beckhams Kleider teilt auch Supermodel Elle Macpherson, die vor einiger Zeit erklärte: „Sie war schon immer fasziniert und begeistert von Mode und hat die besten Leute gefunden, um Kleider zu machen, die wie ein Handschuh passen. Sie sind unglaublich schön und zeitlos. Sie lassen einen Körper unglaublich aussehen und sind dabei sehr einfach.“

Die Preisträger im Überblick:

  • Nachwuchstalent – Ready-To-Wear: Mary Katrantzou
  • Nachwuchstalent – Accessories: Tabitha Simmons
  • Nachwuchstalent – Männermode: Christophe Raeburn
  • Model: Stella Tennant
  • Designermarke: Victoria Beckham
  • Designer Männermode: Kim Jones
  • Britischer Stil: Alexa Chung
  • Isabella Blow Award für Modedesigner: Sam Gainsbury
  • Roter Teppich: Stella McCartney
  • Accessoire-Designer: Charlotte Olympia
  • New Establishment: Christopher Kane
  • BFC Designer des Jahres: Sarah Burton für Alexander McQueen
  • Außergewöhnliche Leistung im Modebereich: Paul Smith