Chanel Lagerfeld im Ballett

 

Der Couture-König begibt sich auf neues Parkett. Karl Lagerfeld schwingt zwar nicht selbst das Tanzbein, doch der Designer entwarf ein exklusives Ballett-Kostüm.
Text: Kerstin Kotlar
© Chanel
"Schon als Kind faszinierten mich alte Bilder von Anna Pavlova, die Ballett tanzte“, erklärt Karl Lagerfeld, „Ballets Russes inspirierte mich.“ So betrat der Designer nun neue Bretter und kreierte ein exklusives Ballettröckchen für den „Sterbenden Schwan“. Im traditionsreichen Tanzstück übernimmt Elena Glurdjidze vom Ensemble „Ballets Russes“ die Hauptrolle im Design-Tutu.

Mehr als 2500 Federn und Unmengen von Tüll wurden hierfür in mehr als 100 Stunden von drei Näherinnen verarbeitet. Die Tänzerin ist begeistert vom Ergebnis: „Wir sagen immer, dass das Outfit 50 Prozent von dem ausmacht, wie man tanzt. Deshalb ist es sehr wichtig ein schönes Kostüm zu haben.“ Und tippelte den sterbenden Schwan für Lagerfeld ganz privat.
© Chanel
Folklore-Hommage
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Russland-Premiere

Karl Lagerfeld folgt damit den modischen Spuren von Coco Chanel. Die Mademoiselle unterstützte schon den Gründer des „Ballets Russes“, Sergej Djagilew, mit Entwürfen zu „Le Train Bleu“ 1924 und „Apollon Musagete“ 1929.

Gleichermaßen vorbildtreu zeigt sich der Couturier durch seinen Bezug zu Russland. Anlässlich der Präsentation seiner Métiers d’Art Kollektion „Paris-Moscou“ begab sich Lagerfeld zum ersten Mal nach Moskau. Auch Gabrielle Chanel war damals von der russischen Opulenz fasziniert und zeigte 1967 ihre Kollektion in der Hauptstadt. Die Schnitte Lagerfelds interpretieren die russische Folklore auf moderne Weise neu.

Backstage in Moskau

Karl Lagerfeld lässt hinter die Kulissen blicken. Hier fängt auch der Designer selbst gerne Impressionen ein.
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