Charlize TheronSexismus und Glamour

Charlize Theron
Actress Charlize Theron poses for photographers during a photo call in a downtown hotel in Rome

Ist Sexismus womöglich das Einzige, was Hollywood mit einem Bergwerk in Minnesota gemeinsam hat?

Hollywood hat diesen Ruf. Aber mir selbst ist glücklicherweise nie etwas passiert.

Nervt Sie Glamour?

Nein, wieso denn? Zur Hölle, ich bin ein Mädchen, natürlich liebe ich tolle Kleider! Aber man darf das nie überbewerten. Der rote Teppich ist nicht mein Leben, sondern nur ein Event

Nie auf einer Castingcouch gelegen?

Nie. Ich wirke wohl so, dass man sich bei mir nichts herausnimmt.


Ihre größten Erfolge haben Sie mit Regisseurinnen gefeiert. Können Frauen mehr mit Ihnen anfangen, weil sie schneller über Ihr Äußeres hinwegkommen?

Ich hoffe, es liegt nicht daran. Was mich betrifft, wollte ich nicht deswegen mit Niki drehen, weil sie eine Frau ist. Oder weil ich zufällig davor mit einer Regisseurin einen Oscar gewonnen hatte. Ich hatte „Whale Rider“ gesehen, Nikis ersten Film, und von da an habe ich sie
regelrecht verfolgt. Wie eine Stalkerin.

Hatte Sie Angst vor Ihnen?

Ganz so schlimm war es nicht. Ich versuchte nur, auf ihrem Radar zu bleiben und wenn ich sie zufällig traf, sagte ich ihr, wie gern ich mit ihr arbeiten würde. Dann las ich das Drehbuch zu „Kaltes Land“ und erfuhr, dass es noch keinen Regisseur dafür gab. So kam eines zum anderen. Im Moment bin ich hinter Sofia Coppola her.

Sie leben mit Ihrem Kollegen Stuart Townsend („Ein Trauzeuge zum Verlieben“) zusammen. Ist ein Haus nicht zu klein für zwei Egos von Hollywood-Format?

Wahrscheinlich sind unsere Egos nur Durchschnitt. Für mich ist es im Gegenteil extrem angenehm, eine Beziehung mit jemandem zu haben, der weiß, warum ich manchmal wochenlang kaum ansprechbar bin und dann wieder Monate zu Hause nur auf der Couch rumliege.