Mode-Ausstellung Hommage an Christian Dior
Vor 60 Jahren brachte Christian Dior seine erste Kollektion heraus, die als „New Look“ in die Geschichte einging. Heute ist sein Name das Wahrzeichen der Pariser Haute-Couture. Die Berliner Kunstbibliothek gab einen Rückblick über seine Kreationen und zeigt, was an Diors Mode so unglaublich revolutionär war.
© Kunstbibliothek Berlin
Statt der damals angesagten schmalen, knielangen Röcke und langen Jacken aus Militärstoff entwarf er weit schwingende, eng detaillierte Röcke aus Satin und Taft sowie brustbetonende Jacken. Aufgrund des neuartigen Designs, das auf Luxus und weibliche Formen setzte, wurde die Linie „New Look“ genannt und bestimmte schließlich die Mode der gesamten fünziger Jahre. Vor allem in Deutschland protestierte man allerdings gegen den ultrafemininen neuen Look. Die Eleganz der Silhouette und der verschwenderische Verbrauch von Stoff für die Röcke (bis zu 40 Meter!) galten als Skandal in der von Mangel geprägten Nachkriegszeit. In Amerika und Paris riss man sich dagegen um Diors revolutionäre Mode.
22 Kollektionen in zehn Jahren
Der Modeschöpfer erwies sich auch nach seiner ersten Erfolgskollektion als einfallsreicher Designer. Er schuf in nur zehn Jahren insgesamt 22 Modelinien. Dior machte aus seinem Couture-Haus ein mächtiges Fashion-Imperium, indem er zusätzlich Accessoires verkaufte, eine innovative Marketingstrategie entwickelte und eine Prêt-à-porter-Linie für den amerikanischen Markt lancierte. Christian Dior und Deutschland
Auch in Deutschland veranstaltete Christian Dior einige glamouröse Modenschauen, woraufhin mehrere deutsche Firmen für den Modekonzern kreativ tätig wurden.
In der Ausstellung „Christian Dior und Deutschland 1947-1957“ präsentierte die Berliner Kunstbibliothek erstmals die vielfältigen geschäftlichen Beziehungen zwischen dem Pariser Modeschöpfer und Deutschland.
Im Zentrum der Ausstellung standen 20 originale Haute-Couture-Kleider der Jahre 1947 bis 1957 aus deutschen Museumssammlungen. Zu den insgesamt 180 Exponaten zählen außerdem Schmuckgarnituren, Hüte und großformatige Mode-Illustrationen des berühmten Zeichners René Gruau sowie zahlreiche Modezeitschriften und Illustrierte, die sich Dior und seinem Deutschlandbesuch 1955 ausgiebig widmen.










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