Coco Chanel Fabelhafte Coco
Vom Waisenkind zur Mode-Ikone: In „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ schlüpft die bezaubernde Audrey Tautou in die Rolle der jungen Gabrielle.
Text: Kerstin Kotlar
Mit einer Mischung Scheu und Strenge blickt Coco Chanel in die Reihe der Models, zupft einzelne Schleifen zurecht bevor das Defilée beginnt. Audrey Tautou steckt in einem hellen Tweed-Kostüm, das Karl Lagerfeld eigens für sie entworfen hat. Wir befinden uns am Set von „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ (Coco avant Chanel), der am 13. August in den deutschen Kinos anläuft. Darin glänzt die Schauspielerin aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ als junge Gabrielle „Coco“ Chanel (1883 – 1971), die in dieser letzten Szene am Anfang ihrer ganz großen Modekarriere steht.
Den steinigen, turbulenten und von Männergeschichten gesäumten Weg dorthin zeichnet der Film von Anne Fontaine nach. Die Regisseurin führt die Zuschauer durch die frühen Jahre der einflussreichsten Modedesignerin des letzten Jahrhunderts: von der ärmlichen Kindheit Gabrielle Chanels im Waisenhaus bis zu den Jahren zwischen 20 und 30. Neben ihrer eigenen Emanzipation und der Befreiung der Damen aus dem Korsett sowie von überflüssigem Chichi, spielten hier zwei Männer eine entscheidende Rolle: der neureiche Pferdezüchter Etienne Balsan und Boy Capel. Ersterer lud das junge Mädchen, das sich mit ihrer Schwester Adrienne als Sängerin versuchte, auf sein Schloss ein und ermöglichte den Kontakt zu feineren Kreisen. Doch erst mit Capel erfuhr Coco die große Liebe und einen Mann, der ihren Schöpfergeist unterstützte. Ihr erster Schritt in die Modewelt war ein eigenes Hutgeschäft in Paris 1910.Heute ist die damals revolutionäre Coco Chanel unzertrennlich verknüpft mit Mode-Klassikern: das kleine Schwarze, das Tweed-Kostüm und Chanel N° 5.
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