Comme des Garçons trifft H & M Komm Avantgarde!

 

Katie Holmes steht drauf: Die Schauspielerin zeigt sich schon in der neuen Kollektion von Comme des Garçons für H&M. Bei uns hängen die Stücke von Rei Kawakubo ab 13. November in den Läden.
Text: Kerstin Kotlar
© Getty Images
Ein Oberteil und ein Schal mit großen weißen Punkten – so wurde die Ehefrau von Tom Cruise gesehen. An sich nicht spektakulär, wenn diese Kleidungsstücke von Katie Holmes nicht Teil der neuen Kollektion von Comme des Garçons für H&M wären. Die schwedische Modefirma führt nämlich gerade ein spannendes Experiment durch: Was passiert, wenn Avantgarde auf Masse trifft?

Dafür hat H&M eine Designerin gefragt, die wie kaum eine andere hierfür steht: die Japanerin Rei Kawakubo. Herausgekommen ist eine Kollektion, die unerwartete Elemente, nur ein wenig schräg, sehr tragbar kombiniert: Polka-Dots von Cent- bis Zwei-Euro-Stück-Größe tummeln sich auf Blusen, Shirts und Hosen für Frauen wie für Männer.
Asymmetrische Schnitte und Applikationen werden dem Layering-Look der Saison gerecht. Ebenso wie die dominierenden Farben schwarz und nachtblau. Highlight ist ein mit Rüschen besetztes Mantelkleid, das nur in limitierter Auflage in den Läden hängen wird.

Die Formel von sogenannter „Fast Fashion“ in Kombination mit Designermode begann bei den Schweden mit Karl Lagerfeld. Es reihten sich Stella McCartney, Madonna, das Designer-Duo Viktor & Rolf, Kylie Minogue und letztes Jahr Roberto Cavalli ein. So setzt Rei Kawakubo diese Tradition bei H&M fort – obwohl dieses Wort sonst vermutlich nicht zu ihrem Wortschatz gehört. Die Japanerin ist die Meisterin des Bruchs mit allem, was vorher war. Stets der Zeit voraus, oft verstörend. Besonders als sie 1981 zum ersten Mal in Paris präsentierte. Models im strubbeligen Look und dunklen löchrigen Pullovern brachten ihr Etiketten wie „atomarer Fetzenlook“ oder „Hiroshima-Chic“ ein.
Inzwischen hat die Designerin mit ihrer Marke Comme des Garçons in der Modeszene einen festen Platz – bleibt selbst jedoch immer im Hintergrund. Sie gilt als scheu und zurückhaltend. Fotos und Interviews mit Rei Kawakubo persönlich gibt es nur sehr selten.

Daran ändert auch die Zusammenarbeit mit H&M nichts. Ein bisschen Avantgarde bringt Abwechslung in die endlosen T-Shirt-Reihen und Hosenstapel – doch der Überraschungsfaktor, den die Modewelt von der Japanerin gewohnt ist, präsentiert sich in der neuen Kollektion recht massentauglich. Ein gelungener Versuch, einen anderen modischen Nerv zu treffen. Bleibt abzuwarten, wie viele sich der Kleiderwahl von Katie Holmes anschließen.
gertrud kaiser  |  24.11.2008, 17:38
h & m in der provinz
war dieser tage in köln in allen ihren läden.in der provinz koblenz usw bietenn sie nur teile der untersten schublade. schade wäre gern ihre dauerkundin auch in koblenz.warum sind in koblenz keine hochwertigen teile in ihrem laden.
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