Das steckt hinter dem „Mythos Chanel“So haben Sie Coco Chanel noch nie gesehen

[kein Linktext vorhanden]Chanel No. 5, Chanel-Kostüm, das kleine Schwarze – unvergesslich sind diese Modeklassiker mit ihrer Schöpferin verbunden: Coco Chanel. Stars wie Vanessa Paradis, Diane Kruger oder Caroline von Monaco lieben die Kreationen des Hauses noch heute. Die Herzen der meisten Frauen schlagen beim Anblick dieser Modeklassiker höher.

Was braucht es für einen Mythos, die hohe symbolische Bedeutung? Im Falle von Chanel zunächst einmal den unbändigen kreativen Willen die Garderobe der Frau zu verändern. Nach den ersten Erfolgen als Hutdesignerin gilt Coco Chanel als die Frau, die andere Frauen aus den Korsetts befreite, alles überflüssige Chichi an der Kleidung wegließ. Ein starkes Symbol für die Emanzipation also

Als nächstes schuf Coco Chanel vor allem zwei Kleidungsstücke, die zum Klassiker wurden: das Chanel-Kostüm als Sinnbild für zurückhaltende Eleganz und kraftvollen Stil und das kleine Schwarze. Das hilft seitdem jeder Frau aus der „Was soll ich bloß anziehen“-Patsche für besondere Anlässe.

[kein Linktext vorhanden]Dieses Potential erkannte die amerikanische „Vogue“ schon im Oktober 1936 als sie ein kurzes, schwarzes Kleid der Französin als The Chanel „Ford“ – the frock that all the world will wear (der „Ford“ von Chanel - das Kleid, das die ganze Welt tragen wird) bezeichnete. Mit dieser Fusion aus universeller Einsetzbarkeit, Zeitlosigkeit und Modernität trat das kleine Schwarze seinen Siegeszug in die Kleiderschränke an. Bis heute entscheiden sich Stars wie Emma Watson (Elle Style Awards), Selma Blair (TV-Party) oder Marion Cotillard (Filmfestival in Marrakesch) auf dem roten Teppich regelmäßig für den Modeklassiker.

Zuletzt muss einem Mythos immer wieder neues Leben eingehaucht werden, damit er nicht in Vergessenheit gerät. Wie keiner seiner Vorgänger nach Coco Chanels Tod 1971 schafft das Karl Lagerfeld. Im Jahr 1983 übernahm der Designer die kreative Leitung des zu diesem Zeitpunkt angestaubten Modehauses. Mit unerschöpflichem Ideenreichtum modernisiert Lagerfeld Saison um Saison ihre Klassiker. Da verliert das Tweed-Jackett seine Ärmel, die typische Perlenkette kommt gerne mal XL, das kleine Schwarze spielt mit Transparenz, die gesteppte Tasche trifft Hula-Hoop-Reifen.

All diese Facetten des „Mythos Chanel“ sind in der gleichnamigen Ausstellung zu sehen.  Was alles steckt hinter der starken Marke? Die Biographie von Coco Chanel spielt hier genauso mit wie das Image, das sie geschaffen hat. Seine Strahlkraft blendete ihre Beziehungen zu Entscheidern des Dritten Reichs ziemlich erfolgreich aus. Mehr als 200 Exponate lassen die Symbolkraft des französischen Modehauses spüren. Die Besucher betrachten 54 Original-Outfits aus dem Haus Chanel und mehr als 50 Schmuck-Kreationen. Von diesen geschichtsträchtigen Stücken knüpfen die Kuratoren die Verbindung zum kleinen Schwarzen von heute.

 

Ausstellung:

„Mythos Chanel“
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz 1
20099 Hamburg

www.mkg-hamburg.de

 

Öffnungszeiten:

28. Februar bis 18. Mai 2014
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 21 Uhr
Eintrittspreise: 10 Euro / 7 Euro, Donnerstag ab 17 Uhr 7 Euro, bis unter 18 Jahre frei



keko