Designer-LexikonChanel

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Wenn es einen Namen gibt, der für Mode steht, dann ist es dieser: Coco Chanel. Dabei hatte die eigentlich eine ganz andere Karriere, trat als Bar-Sängerin auf. Chanel stammte aus ärmlichen Verhältnis, verbrachte große Teile ihrer Kindheit im Waisenhaus. Doch Chanel arbeitete sich nach oben – und startete ein Modeimperium, das heute jedes Kind kennt. Chanel gehört weltweit zu den größten und bedeutendsten Unternehmen in der Modebranche. Und nicht nur das. Auch Kosmetik bietet der Konzern an. Das Parfum Chanel Nº 5 ist sogar ebenso legendär wie die Kostüme oder Strickwaren des Hauses. Weltweit soll alle 30 Sekunden ein Flakon verkauft werden.

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Karl Lagerfeld
Das Erfolgsgeheimnis von heute weicht allerdings gar nicht so sehr von dem Erfolgsgeheimnis von damals ab. Coco Chanel revolutionierte die Paris Modewelt mit ihren für die damalige Zeit sportlich-lässigen und dennoch eleganten Designs. Ein ganz neuer Look, der einschlug wie eine Bombe. Wenige Jahre nach der Eröffnung ihres ersten Ateliers erklärte die amerikanische „Vogue“ Chanels Mode bereits zum „Inbegriff der Eleganz“. Viele der damaligen Markenzeichen ihres Labels gehören auch heute noch zu den Key-Looks des Hauses. Die abgesteppte Handtasche zum Beispiel, das kleine Schwarze, Tweed-Stoffe und elegante Strickjacken, die in immer neuen, aufregenden Kollektionen auftauchen.  „Ich bin gegen die Mode, die vergänglich ist,“ sagte Coco Chanel einmal. „Ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleider wegwirft nur weil Frühling ist.“ Diesem Motto ist sie stets treu geblieben. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1971 war sie noch selbst für die Kreationen des Hauses verantwortlich – als 87-Jährige.

Seit 1983 hat Karl Lagerfeld den Posten des Chefdesigners inne. Seine Entwürfe atmen noch immer den Geist von Coco Chanels Vermächtnis. Ihre Ideen mischt er mit wilden Kunst-Kulissen oder Cowboy-Flair. So sind die Designs typisch Lagerfeld und trotzdem 100 Prozent Chanel. Lagerfeld entstaubte das Traditionslabel und führt es zu immer neuen Höhepunkten. Bei all der bewegten Geschichte darf man also auch auch die Zukunft von Chanel gespannt sein.

 

Chanel auf einen Blick:

 

Gründung: 1919, Paris

Chefdesignerin: Karl Lagerfeld

Markenzeichen: das klassische Tweed-Kostüm

Website des Labels: http://www.chanel.com/

 

Die Kollektionen von Chanel

Kleider wie die Farbpalette eines Künstlers: Karl Lagerfeld ließ sich von moderner Kunst inspirieren – und blieb mit Tweed, Strick und Perlen doch der Chanel-Tradition treu. Klassisch und hip zugleich!  Mit einem XL-Globus demonstrierte Karl Lagerfeld Chanels Omni-Präsenz. Der markentypischen Tweed fand sich diesmal in schwingenden Röcken wieder, Kettenstiefel und Lurexhosen addierten Rock-Chic [kein Linktext vorhanden] Seine Location war wie immer imposant. Dieses Mal als Deko: weiße Windräder. Was jedoch die vielfältigen Kreationen von Altmeister Karl Lagerfeld mit der Thematik Windenergie zu tun haben, weiß nur er. [kein Linktext vorhanden] Schillernde Stunden: Sanduhr-Silhouetten prägen ärmellose Mäntel, Kristallelemente zieren Tweed, Kleider und Armreifen. Layering wird mit transparenten, wadenlangen Röcken über Leggins zart.

[kein Linktext vorhanden] [kein Linktext vorhanden] Karl Lagerfelds Kollektion schmeckt nach Zartbitter. In mystischer Atmosphäre präsentiert er feine Empirekleider und Spitzendetails zu groben Tweed-Jacken. "Letztes Jahr in Marienbad“ inspirierte Karl Lagerfeld zu einem prunkvollen Schloßgarten-Laufsteg. Und Coco Chanels Filmkostüme fanden sich in Federn und Spitze wieder. Riesige Eisberge, Schmelzwasser, ganz viel Fell: Karl Lagerfeld verwandelte das Pariser Grand Palais in eine arktische Landschaft und seine Models in Eskimos Die Show von Chanel gilt als ein Höhepunkt der Pariser Fashion Week – alle wollen dabei sein. Dieses Mal nahm Karl Lagerfeld seine Gäste mit auf ein ganz besonderes Scheunenfest.

 

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