Designer-LexikonChloé

Paulo Melim Andersson

Die Jackenärmel viel zu kurz, auf dem Gesicht ein verlegenes Lächeln – Paulo Melim Andersson wirkt nach dem Defilee wie der liebe Augustin aus dem Kinderlied: Alles ist hin. Und das nach nur zwei Kollektionen. Dabei hatte seine aktuelle vieles, was das Chloé-Flair ausmacht. Hauchige Oberteile, Skinny Pants, Spitzentuniken und tuffige Pelzjäckchen. Alles, was die moderne Fee so braucht. Nur zu spät.

Seine erste Kollektion hatte die Klientel verschreckt: Die strengen weißen Kleider waren zu „edgy“, die riesigen Prints zu „arty“ – und blieben auf den Bügeln hängen. Chloé-Chairman Ralph Toledano zog die Reißleine und engagierte Hannah McGibbon. Die junge Britin hat bei der stilbildenden Ex-Chefdesignerin Phoebe Philo das Metier gelernt. Klar, dass da von Anfang an Fee drin ist, wo Chloé draufsteht.

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