S. 7/13

 

Text: Simone Herrmann

Marcel Marongiu

Noch vor Jahren war der Saal ziemlich spärlich besetzt, wenn ein Laroche-Defilee auf dem Programm stand. Denn nach dem Tod des Gründers 1989 konnte das Haus nicht mehr an die alte Allure anknüpfen. Erst nachdem Hilary Swank 2005 in einem Kleid mit raffiniertem Rückendekolleté (Laroches Markenzeichen) den Oscar gewann, füllten wieder Mode-Redakteurinnen statt Nähmädchen die Reihen.

An diesem Erfolg, so der (schwedische) CEO Hendrik Penndorf, werde sich der neue Artistic Director Marcel Marongiu (auch Schwede) mit seiner ersten Couture-Kollektion messen lassen.
Und so präsentierte der 45-Jährige scharf Geschnittenes aus Satin, Brokat, Jersey und heiße Ausschnitte, mal bis zum Nabel, mal bis zum Po. Kleider mit Star-Appeal, die auf Kundinnen wie Madonna oder Emanuelle Béart zielen, im Grunde aber nur Appetizer sind. Den Hunger auf das Label sollen dann die rund 80 Designlinien (von Porzellan bis Parfüm) stillen, die Marongiu „im Hauptberuf“ leitet.
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