Designer-LexikonHermès

von AMICA Online Autorin
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© AFP
Der Hermès-Stammsitz in Paris

Die Erfolgsgeschichte der Pariser Kultmarke Hermès hat 1837 im niederrheinischen Krefeld begonnen, der damaligen „Samt- und Seidenstadt“ Deutschlands. Der gelernte Zaumzeugmacher Dietrich Hermes verließ seine Heimat, zieht in die Metropole Paris, nennt sich um in Thierry Hermès und gründet eines der exklusivsten Modelabels überhaupt.
 

Stars lieben den Luxus von Hermès
 

© Hermès
Vom ehemaligen Reitsport-Ausstatter hat Hermès International inzwischen Kultstatus erreicht, nicht seiner Luxusmode wegen. Es ist als börsennotiertes Unternehmen auch wirtschaftlich ein großer Erfolg. Noch heute befindet sich das Familienunternehmen in den Händen der Nachkommen von Dietrich Hermes alias Thierry Hermès. Und für Hermès International boomen die Geschäfte – aller Wirtschaftskrisen zum Trotz.

Exklusivität und Luxus zeichnen die Designerstücke des Labels aus. Hochkarätige Namen wie Julia Roberts und Victoria Beckham stehen auf den Wartelisten für die begehrten Taschen wie die „Birkin-“ oder die „Kelly“-Bag. Keine Geringeren als die berühmten „Hermès“-Trägerinnen Grace Kelly und Künstlerin Jane Birkin gaben den Kulttaschen ihre Namen.
 

Der Preis spielt keine Rolle
 

Bei Preisen von mehreren Tausend bis mehreren Zehntausend Euro sind die Accessoires aus Straußen- oder Krokodilleder sowieso nur einem erlesenen Kundenkreis vorbehalten. Alle, die trotzdem ein wenig Hermès-Luft schnuppern wollen, greifen zu den von Hand bedruckten und bunt gemusterten Seidentüchern des Labels. Sie sind erschwinglicher, aber nicht weniger hochwertig und begehrt.

Außerdem produziert Hermès seit Ende der 70er-Jahre Konfektionskleidung für Herren, Damen-Prêt-à-porter komplettierte zehn Jahre später das Programm. Auf dem asiatischen Markt ist Hermès International seit 2010 unter dem Namen Shang Xi präsent. Kleidung und Kleinmöbel sollen die Unternehmensphilosophie laut Vorstandschef Patrick Thomas auch ins Reich der Mitte tragen.

 

Hermès International auf einen Blick:

 

Gründung: 1837, Paris

Chefdesigner: Christophe Lemaire

Markenzeichen: bunt-gemusterte, von Hand bedruckte Seidentücher ("Carré Hermès"); Kult-Taschen wie die „Kelly-Bag“ oder die „Birkin-Bag“

Website des Labels:  www.hermes.com (Mode), www.hermes-international.com (Unternehmen)

 

Die Kollektionen von Hermès:

 

Bei Hermès schlugen sich die Models in die Büsche. Das Traditionshaus präsentierte tropische Riesenprints, Naturfarben und Schlichtheit. Kurz: klassisch Schönes für erwachsene Frauen.  Unweibliche Oberteile, Stiftröcke und taillierte Flanellhosen, alles in dunklen Farbtönen, nur weiße Blusenshirts blitzten durch. Die Looks von Christophe Lemaire könnten französischer nicht sein. Für Hermès eint Christophe Lemaire Paisley-Prints, kantige, androgyn angehauchte Designs und viel Kroko-Leder zu einer eklektischen Kollektion, deren roter Faden die Liebe zu verspielten Details ist. Mit Pfeil und Bogen, Ponchos und Capes, sowie viel Leder pirschte sich Christophe Lemaire erstmals an die Hermès-Kundinnen an – und ergatterte viele gute Kritiken Mit Schirm, Charme und Melone ermittelte Jean Paul Gaultier seine Hermès-Trends für kommenden Winter – angelehnt an die britische Agentenserie der 60er Jahre Fliegerbrillen, Overalls und Bomberjacken – Jean Paul Gaultier schickte das Publikum auf eine Zeitreise zurück in die 40er-Jahre. Trotz dieses Mottos braucht frau keine Lizenz zum Fliegen, denn die neue Kollektion ist durchaus alltagstauglich. Spiel, Satz, Mode heißt es jetzt bei Hermès. Denn Designer Jean-Paul Gaultier nahm sich retro Tennis-Outfits zum Vorbild und mischte sie mit zeitlosen Klassikern

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