Designer-LexikonLacoste

von AMICA Online Autorin
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© Reuters
Das Lacoste-Krokodil in Paris

Die Geschichte der Marke mit dem Krokodil begann 1923 mit einer Wette: Firmengründer und Tennis-Star René Lacoste wettete, dass er ein Spiel für sein Team gewinnen würde. Im Gegenzug versprach ihm sein Mannschaftskapitän einen Koffer aus Krokodilleder. Lacoste verlor die Wette zwar, aber gewann einen Spitznamen, der seinen Namen unvergessen machen sollte.

Ein amerikanischer Journalist nannte ihn „The Alligator“ – wegen seiner Hartnäckigkeit auf dem Tennisplatz. Seitdem trug Lacoste ein Krokodil-Logo an seinem Blazer, es sollte das erste plakative Abzeichen in der Geschichte Modewelt werden. Noch heute macht das links oben, knapp über dem Herzen aufgenähte Krokodil die Kleidungsstücke der Marke Lacoste unverwechselbar. Das Krokodil zierte schon die Brust von Jackie Kennedy, Grace Kelly oder Romy Schneider.

© www.bidz.com
Sonderedition des Lacoste-Polos
Das Lacoste-Polo: Mal anstößig, mal spießig

Und auch das für Lacoste so typische Polohemd stammt aus der Feder des Gründers René Lacoste: 1927 entwarf er für seinen eigenen Bedarf einen Satz weißer Tennishemden, die wegen ihres speziell entwickelten Rippenstoffes („Jersey Petit Piqué“) Schweiß besonders gut aufsaugen konnten. Sie waren so eng anliegend, dass sie vom französischen Tennisbund als „anstößig“ bezeichnet wurden.

Lässigkeit, zeitlose Eleganz und Kraft - noch heute steht das klassische Lacoste-Polo für die Eigenschaften seines Erfinders. Inzwischen gilt es jedoch eher als brav, denn als anstößig, obwohl es sich in den mehr als 85 Jahren optisch kaum verändert hat. Nur die Farbauswahl wird immer wieder durch neue Kreationen ergänzt.

© Lacoste
Look aus der Sommerkollektion 2014
„Was lacostet die Welt?“

In den 80er-Jahren trug das Label ein eher zweifelhaftes Image. Die Szene der Popper, reiche schnöselige Vorort-Jungs, stellten die Kragen ihrer Lacoste-Polos so lächerlich hoch, dass der Spruch „Was lacostet die Welt?“ (neben „Geld spielt keine Rolex“) geboren wurde.

In den 90ern galt die Marke als out und spießig, bis sie Anfang des neuen Jahrtausends, auch dank des damaligen Chefdesigners Christophe Lemaire (heute Chefdesigner von Hermès), eine neue Blütezeit erlebte. Die Unternehmensstrategie von Lacoste setzt auf sportliche Exklusivität. Mit seinem frischen, farbenfrohen und dynamischen Design hat es die Marke inzwischen längst vom Tennisplatz auf die Laufstege der New York Fashion Week geschafft.

Lacoste auf einen Blick:

Gründung: 1933, Paris

Chefdesigner: Felipe Oliveira Baptista

Markenzeichen: Krokodil-Abzeichen auf der linken Brust; das Lacoste-Polo

Website des Labels: www.lacoste.com

 

Die Kollektionen von Lacoste:

Felipe Oliveira ließ sich vom Ursprung der Marke Lacoste inspirieren – Tennis. Durch grafische Linien, transparente Streifen und cleane Schnitte verlieh er den Sport-Looks eine futuristische Note. Breite Schultern, durchsichtige Mäntel und asymmetrische Zipper: Zum 80-jährigen Jubiläum von Lacoste wirft Kreativdirektor Felipe Oliveira Baptista einen geometrischen Blick in die Zukunft.  Lacoste präsentiert in seiner neuen Kollektion das Krokodil-Emblem in Leder, kräftigen Farben und sogar Latex. Eine sexy und moderne Version gewohnt klassicher Schnitte. Natürlich dabei: das Polo-Shirt Christophe Lemaire verabschiedet sich vom Label. Auf der Zielgeraden löst er mit seinem Mix aus Retro-Tennismode und Neuem noch einmal Jubelstürme aus Dass Farben fröhlich machen, zeigten die Models auf dem Laufsteg von Lacoste. Christophe Lemaire setzte in seiner Kollektion auf extremes Colourblocking Über die Planken eines Steg-Runways liefen die Models bei Lacoste. Zu sehen gab es sportliche Basics mit modischem Twist und High-Heels im Turnschuh-Look.

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