Tod Oscar de la RentasAbschied vom Meister der Prinzessinnen-Roben

von AMICA Online Autorin
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© dpa/Mario Guzman
Oscar de la Renta begeistert seit 1965 Frauen weltweit mit Traumroben aus Seide und Tüll.
„Ich möchte Kleider kreieren, die von Menschen getragen werden, keine Designs, die für große Aufregung auf dem Laufsteg sorgen“, lautete die Haltung des Modeschöpfers Oscar de la Renta. Mit seiner Mode bewirkte der gebürtige Dominikaner beides: Seine zauberhaften Roben begeistern die Besucher der Modeschauen stets mit ihrer Zelebrierung der Weiblichkeit und sind an Hollywoods Schönheiten regelmäßig zu bewundern. Nun verstarb der 82-jährige Designer an den Folgen seines Krebsleidens.

Prominenter Lehrmeister

Bei einem Praktikum im Hause Balenciaga schnupperte der junge Oscar de la Renta erstmals Luft in der Modewelt. Doch nicht die Haute Couture sollte es werden, die der Modeschöpfer für sich entdeckte. 1965 gründete der Dominikaner in New York sein eigenes Modelabel und widmete sich seiner ersten Prêt-à-porter-Kollektion. Es hagelte schon bald Auszeichnungen und viel Lob von der Presse, denn die farbenfrohen Prinzessinnenroben Oscar de la Rentas boten dem Auge Meisterwerke femininer Luxusmode, in denen unverkennbar die Herkunft des Designers aus der dominikanischen Republik mit seiner tropischen Wildnis zu erkennen war.

1977 launchte Oscar de la Renta seinen ersten Duft, „Oscar“, der schnell zum Duftklassiker avancierte. 2001 folgte eine Accessoires-Linie, 2002 Oscar de la Renta Home, die von Bettwäsche, Dekoration und Möbel das gesamte Lifestyle-Sortiment für zu Hause umfasst. Bis in die 2000er-Jahre mussten sich die Bewunderer des Designerlabels gedulden, die Traumroben ohne Umwege erwerben zu können: 2004 eröffnete auf der Madison Avenue in New York die erste „Oscar de la Renta“-Boutique. Der leidenschaftliche Modeschöpfer ergänzte seine luxuriösen Kreationen 2005 um die preiswertere Linie „O Oscar“, seit 2006 designt der dominikanische Modeschöpfer zudem Brautmode. Zu seinen prominenten Kundinnen gehören die Gattinnen diverser US-Politiker, wie Nancy Reagan, Laura Bush und einst Jackie Kennedy.

Wahrgewordene Prinzessinnen-Träume aus Tüll

Mit Stolz betrachtete der Designer bis zuletzt seinen Status als eines der wenig verbliebenen Modelabels, die eigenständig sind und von keinem Konzern aufgekauft wurden. De la Renta betonte stets, weiterhin „Herr seines eigenen Schicksal“ bleiben zu wollen. Und sein Schicksal als Modeschöpfer äußerte sich seither als real gewordener Mädchentraum: Voluminöse Kreationen aus Seide in tropischen Farben, zarte Tüllkleider mit aufwendigen Stickereien und feminine Blümchenroben begeisterte mit jeder Kollektion aufs Neue - wie erst kürzlich wieder bei der New Yorker Modewoche im September 2014. Wer in die Fußstapfen des großen Robenmeisters tritt, steht bereits fest: Nur wenige Tage vor seinem Tod ernannte Oscar de la Renta Designer Peter Copping zum neuen Kreativdirektor.

 

Oscar de la Renta auf einen Blick

 

Gründung:  1965, New York

Chefdesigner:  Oscar de la Renta

Markenzeichen: feminine Traumroben mit Opulenz und tropischer Brise

Website des Labels: www.oscardelarenta.com

 

Die Kollektionen von Oscar de la Renta

 

Wie ein Sommer auf der Insel Capri aussieht, zeigte Oscar de la Renta. A-linienförmige Cocktailkleider in fröhlichen Pastellfarben erinnerten an das Jetset-Leben von Filmstars der 50er-Jahre. Oscar de la Renta frönte mit seiner neuen Kollektion der Opulenz. Mit Pelzmützen, Federbesatz und Musterreichtum verabschiedete er den Minimalismustrend  Bei der Kollektion von Oscar de la Renta staunen wir über knallfarbene Kleider aus Materialien wie Chiffon-Taft. Aber auch lässige Safari-Looks sind dabei

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