Diane von Furstenberg für Google GlassHolt Star-Designerin die Google-Brille aus Nerd-Ecke?

[kein Linktext vorhanden]Was bisher eher ein Gadget für Technik-Nerds war, wird nun trendy: Diane von Furstenberg verpasst Google-Glass ein Style-Upgrade. Die Designerin hat gerade mit der Linie DVF/ Made for Glass ihre Zusammenarbeit angekündigt. Die Gestelle formen nun coole Retro-Modelle und schützen mit verspiegelten Shades vor der Sonne. Da bekommt die Nerd-Brille gleich eine neue Bedeutung, wenn Technik auf Vintage-Design trifft. Insgesamt besteht die Minikollektion aus fünf Gestellen und acht verschiedenen Gläsern, die ab 23. Juni auf Google.com/glass oder Net-a-porter.com zu kaufen sein werden. Die Sonnenbrillen sollen 1620 Dollar kosten, die Korrektionsmodelle 1725 Dollar.

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Konsequent führt Diane von Furstenberg so ihre Technikliebe fort.

„Ich bin alt genug, um im Studio 54 getanzt zu haben und jung genug die digitale Revolution nicht verpasst zu haben“, sagte die Erfinderin des legendären Wickelkleids im Interview mit „Elle“.

Schon zur Vorbereitung auf ihre Frühjahr-Sommer-Kollektion 2013 hatte die Designerin mit dem Suchmaschinenriesen geflirtet. Ganz intime Insider-Blicke gewährte Diane von Furstenberg, als sie mit der Google-Brille ihre Woche vor der Show in New York filmte. Ihr Team aus Stylisten und Make-up-Artists trug die Technikneuheit ebenfalls.

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Zu Kaftanen, kräftigen Farbkombinationen und Seidenhosen schickte die Amerikanerin schließlich auch ein paar Models mit Google-Glass über den Laufsteg. Sie filmten ihre Sicht vom Laufsteg aus. So entstand aus all den verschiedenen Perspektiven des Diane-von-Furstenberg-Teams eine innovative Modefilm-Premiere. Insofern ist es dem Technik-Giganten eine Ehre wieder mit Diane von Furstenberg zusammenzuarbeiten und zitiert sie mit den Worten: „Technik ist unser bestes Accessoire.“

Ist das tatsächlich tragbar? Wirklich dezent ist die integrierte Kamera auch beim Designer-Modell nicht. Doch bei der Sonnenbrillenvariante bleibt zumindest der typische Google-Glass-Blick in die obere Ecke versteckt.

Die User auf dem offiziellen Google+-Profil sind überwiegend begeistert: „Großartig“, „wunderbar“, „sieht besser aus, als der aktuelle futuristische Look“, „ich möchte sie unbedingt haben“, kommentieren die Leser. Viele allerdings fragen sich, ob die Designs wohl kompatibel mit ihren Kontaktlinsen sein werden, andere wünschen sich günstigere Modelle als die 1700-Dollar-Variante. „Diese Brille ist der großartigste Date-Köder überhaupt“, ist sich ein Fan sicher.

Landen dürfte der Technik-Freak allerdings nicht bei dieser Userin, der die Optik nicht gefällt. Sie würde lieber Entwürfe von Tom Ford dazu sehen. Keine schlechte Idee. Vielleicht springen ja noch ein paar andere Designer auf den Innovationstrip auf.