Dita von Teese Böses Schneewittchen
Amerikas neues Sexidol begeistert Popstars und Modedesigner. Dass sie Männer antörnt, ist verständlich, aber Dita von Teese inspiriert auch Frauen. Wie macht sie das?
Text: Lisa Vorndran
Aus einem mannshohen Martiniglas auf der Bühne wird elegant erst ein Bein gestreckt, dann folgt das andere. Das Mädchen im Glas bewegt sich perfekt. Es hat cremeweiße Haut, schwarzes Haar; ein paar Strasskleckse bedecken Brustwarzen und Schamhaar. So etwas hatte man in Berlin noch nicht gesehen.Männer und Frauen starren an diesem Abend von den Sitzen der Berliner Volksbühne auf ein Sex-Schneewittchen, das in der Flüssigkeit hoch- und runterrutscht, den Po zeigt, die Brüste hebt und wie ein schüchternes Hausmädchen lächelt. Das Mädchen mit dem Kunstnamen Dita von Teese zieht Männer und Frauen vollständig in ihren Bann.
„Bitte, bitte, mach weiter, hör nie mehr auf“ oder „Ich will das auch können!“, denken sie und sind ein wenig enttäuscht, als der eigentliche Star des Abends, der so genannte Schockrocker Marilyn Manson, Ditas Freund, die Bühne betritt, um drei Stücke zu singen.
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