Neues DesignMessage in a bottle

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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Eine dreibeinige Flasche, amorphe Schachbretter und hunderte von Pommes: Es scheint als hätten die Designer in die Spielkiste gegriffen. Digitale Technik lässt vielfältige Funktionen entstehen.

Message in a bottle

Der rote Stoff schwingt sich in weichen Formen um die Sesselkonstruktion. Oben weich, unten glatte Spitzfüße erinnert der „Ravioli Chair“ an üppige für den Abend geschminkte Lippen. Designt hat Greg Lynn den Sessel für Vitra vollständig am Computer – seiner quasi besseren Hälfte bei der Entwicklung neuer Produkte. Als Architekt wurde der Amerikaner bekannt durch seine presbyterianische Kirche in New York und Ausstellungen im Centre Pompidou in Paris. In seinem Büro „Greg Lynn FORM“ vereint er jetzt exotische Formen des Designs. Auf der DLD-Conference in München diskutierte er mit seinen Kollegen bei „Design: From thought to action“ darüber, wie ihre kreativen Ideen schließlich Gestalt annehmen.

Message in a bottle

Yves Behar kreierte mit der „Y-Bottle“ eine neue Wasserflasche. Das Besondere: Sie ist in alle Richtungen symmetrisch. Außerdem wird sie ganz einfach zum Spielzeug umfunktioniert. Mit Zwischensteckern lassen sich irre Strukturen konstruieren. Recycling mal anders! Nicht zu vergessen ist beim Gründer des Designstudios „Fuseproject“ natürlich der 100-Dollar-Laptop („One Laptop Per Child“). Dieser wurde gerade mit dem Design Award des Wallpaper Magazins ausgezeichnet.

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„Einmal mittlere Pommes, bitte!“ verlangte John Maeda. Die landeten allerdings nicht im Magen des Präsidenten der Rhode Island Design School, sondern auf seinem Scanner. Aus den langen und kurzen, gekrümmten und geraden Kartoffelstreifen machte der Künstler einzelne Bilder. Dann arrangierte er sie digital neu. Immer wieder. Es entstanden Werke mit hunderten von Pommes.
Konstantin Grcic dagegen sieht sich eher weniger technikaffin. „Design ist physikalisch, nicht digital“, sagt der deutsche Designer des „Chair One“. „Dieser Stuhl ist im Wesentlichen mit Hilfe von Papier und Schere entstanden.“ Manchen ist ein bisschen Pappe und Kleber eben doch lieber als die Tastatur.