Dolce & Gabbana Der Frauenversteher-Stil

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Dolce & Gabbana sind nicht im eigentlichen Sinne Couturiers, keine Designer, die das Modell per se als Kunstwerk sehen. Der Körper der Frau, seine Kurven und Linien, ist das Leitmotiv der beiden Italiener. Frauenversteher im besten Sinne, verführen sie weltweit Millionen mit ihren sinnlichen Looks.

Verrucht und unschuldig, brav und provozierend – die extremen Gegensätze des Weiblichen machen die aufregende Ästhetik des Duos aus. Schwarze Spitze, Korsagen, mehrlagige bauschige Bauernröcke, Schluppenblusen, Leoprint … Und immer wieder das Spiel aus maskulin-femininen Elementen: perfekt sitzende Nadelstreifen- und Smoking-Anzüge mit sizilianischer Mafioso-Attitüde sind ebenso Markenzeichen wie die umwerfenden Kleider in ihrer berühmten „Colaflaschen-Optik“.
Sucht man nach einem Wort, das den Dolce-&-Gabbana-Stil beschreiben könnte, fallen Begriffe wie „Glamour“, „Sex-Appeal“, „Verführung“. Und das trifft auch das prickelnde Charisma, das Frauen versprühen, sobald sie in ein Dolce-&-Gabbana-Kleid schlüpfen. „Womanize yourself“ – diesen Slogan könnten sich die beiden Designer getrost patentieren lassen.

Die Frauen, die Dolce & Gabbana groß gemacht haben (und die nicht zuletzt wegen ihrer Outfits zu Sexsymbolen wurden), würden das sofort unterschreiben: Madonna, Naomi Campbell, Victoria Beckham oder Stammkundin Monica Bellucci. Weiteres Kunstück: Die Kleider gehen nicht nur in Size 0. Auch Frauen ohne Personal Trainer und mit durchschnittlicheren Kleidergrößen können die Stücke tragen. Gut tragen sogar.
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Ach ja, die Dolce-&-Gabbana-Party in Cannes: Am Eingang wurde jeder Gast „D-&-G-ifiziert“, man bekam eine Sonnenbrille und die durfte man vorläufig nicht absetzen. Robert Rodriguez, der Regisseur, war dort mit seiner Freundin, der coolen Rose McGowan. Die wäre ein prima neuer Kundinnentyp. Sie gibt vielleicht nicht so viel aus wie Victoria Beckham, aber als Imageträgerin ist sie mehr wert.
Die längste Zeit aber war Kylie die Frau des Abends. Sie ist wohl die Einzige, die Dolce & Gabbana tragen kann und immer noch aussieht, als würde sie nach der Party ein Glas Milch trinken, das ihr die Mutter ans Bett bringt. Gaststar war Gloria Gaynor. Es ist bestimmt so, dass diese Sängerin und ihre „I Will Survive“-Nummer ein wenig zu abgenutzt und ein bisschen zu camp sind. Aber das kann man eigentlich nur sagen, bis man gesehen hat, wie sehr sich die beiden Gastgeber über Glorias Auftritt und besonders über das Lied freuten. „I Will Survive“ – dass der Glamour der Eighties noch heute flimmert, haben wir schließlich vor allem Dolce & Gabbana zu verdanken.
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