Dolce & Gabbana
Die doppelte Dosis Talent
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Eine reife Leistung. Besonders, wenn man bedenkt, dass das kongeniale Duo halt aus zwei Menschen besteht. Aus zwei Typen, die es jeder für sich wohl auch weit gebracht hätten. Die aber erkannt haben, dass sie es zusammen weiter bringen. Wären „the boys“, wie Dolce & Gabbana in Mailand, wo sie leben, genannt werden, Musiker, wären sie ein bisschen wie die Pet Shop Boys, weniger wie Modern Talking.
Domenico Dolce, 48, Sizilianer, Sohn eines Schneiders, kann nähen, seit er sieben Jahre alt ist. Stefano Gabbana, 44, Mailänder, war in der Werbung, bevor er Designer wurde. Er kann nicht nähen. Er ist der, der trommelt, wenn die beiden etwas sagen wollen, das die Marke betrifft. Dann gibt er Interviews und sagt Dinge, die manchmal ein bisschen kontrovers sind. Wie Neil Tennant von den Pet Shop Boys.
Anfang des Jahres, als in Paris gerade die Couture-Schauen waren, sprach er mit einem Journalisten von „La Stampa“ aus Turin darüber, dass in Italien homosexuelle Paare weniger Rechte haben als in anderen europäischen Ländern. Ein Satz von Gabbana, der sagt, er sei praktizierender Katholik. „La Stampa“ titelte: „Das ist alles die Schuld der Kirche.“ So etwas fällt natürlich auf bei einem Designer, die sonst eher Sätze sagen wie: „Mauve ist das neue Schwarz.“
Was er oder Dolce noch nie gemacht haben: öffentlich schlecht reden über den anderen. Egal in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen. Denn: Dolce & Gabbana gibt es noch, Dolce und Gabbana nicht mehr. „Italiens bekanntestes homosexuelles Paar“ (Zürcher „Tages-Anzeiger“) soll seit Ende 2004 privat getrennt sein. Man liest ab und zu, sie seien wieder ein Paar, was möglich ist, vielleicht aber auch nur ein Wunsch der Modeschreiber.
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Die doppelte Dosis Talent
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