Dolce & Gabbana Rock meets Ukulele

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© REUTERS
So hat das nord-/süditalienische Power-Duo die diesjährige D&G-Kollektion
für Frühjahr und Sommer dem King of Rock’n’Roll, Elvis Presley, und seiner Frau Priscilla gewidmet. Dafür gab sich diese, zusammen mit Tochter Lisa Marie, bei der Premiere der Dolce&Gabbana-Hauptkollektion die Ehre.

Modisch bedeutet dies ein Zusammentreffen von kräftigem Rockgitarrensound und sweet zirpenden Ukulele-Klängen, was sich in leuchtenden Farben auf Hawaiihemden und dunkelkolorierten Nadelstreifenhosen austobt. Begleitet wird beides von kurvigen Blumenkleidern auf metallisch schimmernden High Heels. „Sex-Kitten trifft Rock-Macho“ war die Inspiration. „Las Vegas meets Honolulu“ die Folge. Schließlich hatte Elvis 1961 im Film „Blaues Hawaii“ in Badehose auf dem Surfbrett mit breiten Schultern und schmalen Hüften „bella figura“ gezeigt.

Die Welt des Films war immer schon ein Schlüssel in Dolce&Gabbanas Mode. Bereits in den 80er Jahren zitierten sie Claudia Cardinale in Luchino Viscontis „Der Leopard“ mit biedermeierlich gebauschten Ärmeln an weißen Blusen zu schwarzen Kuppelröcken. Eine Fortsetzung waren die sinnlichen Slipdresses aus schwarzem Satin, zu denen sie Anna Magnanis Unterkleid inspiriert hatte, in dem die Schauspielerin in Viscontis „Die Schöne“ jeden an die Wand spielte, der ihr nahe genug kam.

Symbolcharakter hatte jedoch erst jener schwarze Büstenhalter, der in „Gestern, heute und morgen“ Sophia Lorens Oberweite nur mühsam bändigte. Bis heute blitzt er unter aufgeknöpften Blusen und Schürzenkleidern, zeichnet sich unter engen Pullovern ab und wird als Korsettkleid immer wieder zur Erotikikone. Die wohlgeformte, mediterrane Frau, die ihren Körper nicht verschmäht und aus diesem Selbstbewusstsein Stärke entwickelt, ist bis heute das Leitbild für Dolce&Gabbanas Mode.

Allerdings, schränkt Domenico Dolce ein, „bedienen wir uns nur der Vergangenheit, um sie in die Zukunft zu projizieren“. Die Konstante dabei ist und bleibt Sizilien, wo Domenico 1958 in Polizzi Generosa, einem Nest bei Palermo, geboren wurde. Seit frühesten Kindertagen musste er dort im familieneigenen Bekleidungsunternehmen arbeiten.
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