InterviewLa Vita di Dolce & Gabbana

Text: Anne Urbauer
© Reuters

Amica: Hätten Sie je vermutet, dass Sie es 20 Jahre miteinander aushalten werden?

Domenico Dolce: Absolut nicht! Wir haben erst in einem Designstudio zusammengearbeitet, dann gemeinsam eine Beratungsfirma aufgemacht und ein Schild an die Tür gehängt, auf dem stand ganz schlicht: Dolce & Gabbana. Das hat uns Glück gebracht, finde ich.

Stefano Gabbana: Viele haben uns damals unterstützt, aber viele dachten auch: Dolce und Gabbana, das sind nur zwei schäbige Typen, die in der großen Welt der Mode mitspielen wollen. Wir haben gezeigt, dass unsere Ideen jede Mühe wert waren. Man verändert sich im Lauf der Zeit, aber Träume und Leidenschaften ändern sich nicht. Sie sind die Wurzeln der Seele.

A: Nord- und Süditaliener sind einander nicht immer grün. Sie stammen aus Sizilien und dem Veneto. Was schätzen Sie am anderen am meisten?

G: Domenico ist Sizilianer und Sizilianer sind einfach interessanter!

D: Ich bewundere Stefano: Er ist brillant, hat Phantasie und ist openminded.


A: … und was am anderen bringt Sie auf die Palme?

G: Domenico kann richtig engstirnig werden, wenn es ihm schlecht geht. Und ich kann daran nichts ändern.

D: Dass Stefano so impulsiv ist und partout seinem Instinkt folgt.