InterviewVon der Garagenfirma zum Global Player

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A: Sie glänzen seit Jahren mit zweistelligem Wachstum. Das schafft man nur, wenn man die Bedürfnisse seiner Kunden sehr genau kennt. Was erwarten die Frauen von Dolce & Gabbana?

D: Wir stellen fest, dass der Trend langsam, aber eindeutig zu einer Mode geht, die den Körper betont. Das wollen die Leute tragen. Dolce & Gabbana passt zum weiblichen Körper und ist deshalb sehr sexy, aber nie vulgär.


A: Von der Garagenfirma zum Global Player. Wie hat sich Ihr Arbeitsstil über die Jahre hinweg verändert?

G: Das klingt vielleicht unglaubwürdig, aber so viel hat sich gar nicht geändert. Wir befassen uns immer noch mit allen Vorgängen. Jede einzelne Veränderung, jeder neue Vorschlag, alle Entwicklungsschritte jedes Projekts gehen über unseren Tisch, ehe sie weiterverfolgt werden.

D: Wenn ich Ihnen unseren Arbeitstag beschreiben müsste, dann würde Sie die schiere Masse an einzelnen Anfragen, Deadlines, Themen und Entscheidungen
erschlagen. Unser Tag fängt früh an, nie nach 8.30 Uhr.


A: Sie haben offenbar immer eine sehr sinnliche Frau vor Augen, wenn Sie entwerfen. Gab es da eine frühe Inspiration?

G: Als wir anfingen, waren unsere Referenzen die großen Heldinnen des italienischen Films: Sophia Loren, Anna Magnani, Gina Lollobrigida. Große Schauspielerinnen, aber auch Vollblut-Frauen mit Kurven, sexy Formen und einem sehr ausgeprägten persönlichen Stil. Wir waren immer sehr in das Kino verliebt, besonders in den Neo-Realismo im italienischen Film.