SchönheitDrew wird erwachsen

Drew Barrymore
Actors Drew Barrymore and Eric Bana arrive to attend the premiere of the film 'Lucky You' during the Tribeca Film Festival in New York
Drew Barrymore mit ihrem Kollegen Eric Bana
Actress Drew Barrymore arrives to attend the premiere of the film 'Lucky You' during the Tribeca Film Festival in New York
Leute-News: Drew Barrymore
TriBeCa-Filmfestival - Barrymore, Duvall und Bana

Finden Sie sich selbst denn schön?
Wenn ich morgens mit geschwollenen Augen in den Spiegel schaue, gratuliere ich mir gewiss nicht zu meinem Aussehen. Ich bin in diesem komischen Alter, in dem man immer noch Pickel kriegt, aber schon die ersten Fältchen sichtbar werden.

Und wie fühlen Sie sich auf dem roten Teppich, wenn tausend Teleobjektive auf Ihr Gesicht gezoomt sind?
Obwohl ich das seit frühester Kindheit kenne, hat der Auftritt nichts von seinem Schrecken verloren. Die zerreißen dich wie Wölfe, wenn du im falschen Outfit auftauchst. In einem Galliano-Dress fühle ich mich wunderbar, aber verkleidet wie Cinderella. Nein, am besten geht es mir nach einer Runde Sport. Wahrscheinlich, weil das so selten vorkommt (lacht).

Sie machen Werbung für Lancôme, Missoni und das britische Label New Look …
… ist das nicht die Ironie schlechthin! Eine 1,63 Meter kleine Frau mit den falschen Proportionen und ohne nennenswerten Modegeschmack bekommt solche Angebote. Immerhin versuche ich jetzt, an meinem Stil zu arbeiten.

Soll der erwachsener werden?
Ich bin 32, da wird es langsam Zeit (lacht)! Wenn es ums Business geht, bin ich eine toughe Frau. Aber was Beziehungen betrifft, verhalte ich mich noch so kindisch wie ein hechelnder Labradorwelpe! Da bleibt von meinem Selbstbewusstsein und meiner Überzeugungskraft so gut wie nichts mehr übrig.

Hängt das mit den Abstürzen in Ihrer Jugend zusammen: Alkohol, Drogen, eine zerrüttete Familie …?
Danke, dass Sie mich daran erinnern! Ich bin ein unerschütterlicher Optimist. Sonst hätte ich mein Karriereende mit 14 nicht überlebt. Ich bekam damals in Hollywood keinen einzigen Job mehr. Das lehrt Demut und Dankbarkeit. Ich halte nichts mehr für selbstverständlich.

Drängt es Sie manchmal, Ihre Erfahrungen an ähnlich gefährdete Kolleginnen weiterzugeben – etwa an Lindsay Lohan?
Ich mag Lindsay. Aber ich würde weder ihr noch sonstwem in aller Öffentlichkeit Ratschläge erteilen.

Privat schon?
Nur, wenn sie mich fragt. Ich habe es nicht so mit dem Predigen.