Falsche Wahrnehmung des eigenen KörpersVictoria Beckham hält sich für Durchschnittsfrau

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Kann Victoria Beckham das ernst gemeint haben, oder gab sie uns eine Kostprobe des typisch englischen Humors? Mit Kleidergröße 32, der amerikanischen Size Zero, fühlt sich die Designerin wie eine ganz typische Frau. Gegenüber der britischen Zeitschrift „Harper’s Bazaar“ erklärte sie, wie sie die Entwürfe ihres eigenen Labels an Frauenkörper anpasst: „Wir reißen immer Witze darüber, dass wir dieses wunderhübsche 17-jährige Model haben, das 1,80 Meter groß ist und dann sage ich ‘ ok, ich werde das anziehen. Ich repräsentiere die breite Allgemeinheit.‘“

Das heißt also, Victoria Beckham ist dicker als eine 17-Jährige und was ihr passt, müsste an den meisten anderen Frauen auch gut aussehen. Der Realitäts-Check aber beweist das Gegenteil: Am häufigsten werden in Deutschland laut einer Erhebung von Statista Kleider in den Größen 38, 40 und 42 gekauft, in den USA liegt die Durchschnittsgröße ebenso bei 42. An der Grenze zu den Übergrößen also. Verglichen mit Victoria Beckham, sind das ganze fünf Kleidergrößen mehr.

Da hat die 37-Jährige wohl von irgendeiner anderen „breiten“ Allgemeinheit. Mit einem Profi-Fußballer verheiratet und sich hauptsächlich in der vom Schlankheitsideal beherrschten Modewelt bewegend, kann man es ihr nachsehen. Vielleicht hätte sie daher sagen sollen: „Ich repräsentiere den Hollywood-Durchschnitt.“