Fashion-News Berlin ist schön hässlich

 

Kein Glamour, dafür viel Kreativität: Adidas-Creative-Director Dirk Schönberger über die deutsche Mode-Metropole Berlin, das Designerleben und zukünftige Trends im Fashion-Zirkus.
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Extravagant? Aber klar!
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Modemacher Dirk Schönberger schwärmt von Berlin, wo am Dienstag die Fashion Week beginnt. „Wir sollten aufhören, sehnsüchtig nach Paris und Mailand zu starren und sagen: Das wollen wir auch“, sagte der Creative Director bei Adidas dem Nachrichtenmagazin FOCUS. Die Schönheit der Hauptstadt sei oft auch ihre Rohheit und Hässlichkeit. Auch wenn Berlin weniger Glamour produziere als die Modemetropolen, sei es dennoch ein „toller Standort für Modemacher“. Hier zeigten viele junge, talentierte Designer ihre „großartige Arbeit“.

Seit einem Jahr leitet Schönberger die kreativen Geschicke des umsatzstärksten Bekleidungsunternehmens Europas nachdem er zuvor Joop!ohne großen Abschied verlassen hatte. Nach seiner Ansicht wird die Mode insgesamt schicker. „Die Zeit der Hip-Hop-Sportswear, wo man alles in Größe XXL getragen hat, ist erfreulicherweise vorbei.“

Schönberger sprach in FOCUS über den immensen Druck, der auf den Modemachern laste: Es sei nicht leicht, auf Knopfdruck kreativ zu sein, nach den Shows fielen die Kreativen regelmäßig in ein riesiges Loch. „Ich gehe anders mit dem Druck um, weil ich mich von Mitteln, die diese gefühlsmäßige Berg-und-Tal-Fahrt verstärken, fernhalte.“

In Paris steht derzeit John Galliano vor Gericht, um sich für antisemitische Äußerungen unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu verantworten. Im vergangenen Jahr hatte Star-Designer Alexander McQueen Suizid begangen.
Quelle: FOCUS
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