George ClooneyDas Gewissen Hollywoods

Sie nutzen Ihre Berühmtheit, um unbequeme Botschaften auszusprechen. Wie weit können Sie damit gehen?
Derzeit kann ich in Hollywood alles machen, was ich will. Ich darf mit allen Spiel-sachen aus der großen Kiste spielen. Aber nur eine Viertelstunde lang, dann wird das Spielzeug wieder weggenommen. Der Trick lautet: Man muss aus der Zeit, in der man oben ist, das meiste rausholen. Denn das Spiel ist vielleicht schon bald vorbei und man findet mich wieder in einer TV-Seifenoper. Aber bis dahin provoziere ich Diskussionen und will etwas bewirken, statt nur leichte Unterhaltung zu machen und viel Geld zu verdienen.

Wie empfinden Sie es, mal als Traummann tituliert zu werden, mal als das politische Gewissen Hollywoods?
Mein Image wird stark von Phantasien geprägt. Und wenn man mir das Schild „Sexiest Man Alive“ umhängt, kann ich nichts dagegen tun. Außerdem ist es viel netter als Vollidiot genannt zu werden.

„Good Night, and Good Luck“ und „Syriana“ haben Sie zum Oscar-Kandidaten gemacht. Sind Sie stolz?
Ich habe in meiner Karriere genug Flops erlebt. Irgendwann lernt man, sich Misserfolge nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Dann hüpft man auch nicht mehr vor Freude auf und ab, wenn man etwas Gutes zu hören kriegt.

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Das Gewissen Hollywoods