George ClooneyDoppelleben

Text: Mariam Schaghagi
George Clooney
Publicity photo shows actor and director Clooney

Das Leben meint es gut mit George Clooney. Er hat einen Film über die Kommunistenhatz in den USA gedreht („Good Night, and Good Luck“) und spielt in einem ebenso politischen Film eine gewichtige Nebenrolle („Syriana“). Ernste Themen, großartige Filme, beide mit Auszeichnungen überhäuft.

Damit nicht genug: Der Beau wird überall mit einer Begeisterung empfangen, wie sie sonst für Teenie-Idole reserviert ist; auf der Berlinale vor wenigen Wochen gab es ein Kreischkonzert am roten Teppich, hingerissene Journalistinnen und ständige Paparazzi-Eskorte. Und er? Nimmt’s ganz gelassen.

© Reuters
George Clooney in "Good Night, and Good Luck"
Interview

Amica: Herr Clooney, Sie lehnen Rollen ab, für die Sie Millionen bekommen könnten, und führen lieber Regie – für viel Mühe und weniger Geld. Warum?

GEORGE CLOONEY: Regie zu führen macht Spaß. Den Boss spielen macht immer Spaß.

Sie treten immer öfter durch Ihr politisches Engagement in Erscheinung. „Good Night, and Good Luck“ ist ein Plädoyer für Integrität. Was war der Anlass?

Als der Irak-Krieg begann, habe ich gegen die Außenpolitik der USA gewettert und dafür Prügel kassiert. Irgendwann reichte es mir, im eigenen Land als Verräter beschimpft zu werden und schrieb aus der Wut heraus das Drehbuch zu „Good Night, and Good Luck“.

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