Gianfranco Ferré Architekt der Mode

 

Schwergewichtig und dennoch stets elegant zeigte sich der Designer mit dem gepflegten Vollbart und der runden Brille nach den Defilées auf dem Laufsteg. Gianfranco Ferré zählte seit über einem Vierteljahrhundert zu den erfolgreichsten Couturiers Italiens. Am 17. Juni ist er im Alter von nur 62 Jahren verstorben. Die Welt trauert um den „Architekt der Mode“.
Gianfranco Ferré. Sein Name steht für geradlinige Eleganz, für klare Linien, für die Farben des Orients, für tragbare, feminine Roben. „Die Frau, die ich bevorzuge, ist intelligent, sie ist in der Lage dazu, ihr Kleid selbst auszusuchen und es zu leben“, sagte er einmal. „Hinter meiner Mode steht eine echte Frau, die sich selbst verwirklichen will.“
Gianfranco Ferré. Sein Name steht für geradlinige Eleganz, für klare Linien, für die Farben des Orients, für tragbare, feminine Roben. „Die Frau, die ich bevorzuge, ist intelligent, sie ist in der Lage dazu, ihr Kleid selbst auszusuchen und es zu leben“, sagte er einmal. „Hinter meiner Mode steht eine echte Frau, die sich selbst verwirklichen will.“

Ursprünglich wollte der am 15. August 1944 in Legnano bei Mailand geborene Maestro eigentlich Architekt werden. 1969 schloss er sein Studium mit summa cum laude ab, hatte dann aber Schwierigkeiten, eine geeignete Stelle zu finden. Also versuchte er es mit Möbel-Design und kurze Zeit später mit Schmuck-Kreationen. Schnell wurde die Presse auf ihn aufmerksam, allen voran die Herausgeberin der italienischen „Vogue“, Anna Piaggi, die ihn international bekannt machte. „Seine Kleider waren wie Projekte, er war der Borromini zwischen vielen Berninis“, brachte es ein Freund mit Blick auf die beiden Barock-Baumeister auf den Punkt. Die Presse und Kollegen nannten ihn schlicht „Architekt der Mode“.
Ein Meilenstein in seiner Karriere war 1989 die Berufung zu Dior. Als Art Director sollte er die Haute-Couture-Linie für das traditionsreiche Modehaus entwerfen. Obwohl seine Modelle begeistert gefeiert wurden, verließ er Paris 1996, um sich wieder ganz auf sein eigenes Modeimperium zu konzentrieren und es auszubauen. Accessoires, Parfüme, Brillen, Kindermode, Schuhe, Schirme und Krawatten gehörten am Ende dazu.

Erst Ende Februar wurde seine neueste Kollektion bei den Prêt-à-porter-Modeschauen in Mailand gefeiert. Trotz seines überraschenden Todes soll eine für Sonntag, den 24. Juni geplante Modenschau seiner Männerkollektion Frühling-Sommer 2008 stattfinden. „Wir wollen, dass sein Traum wahr wird, wie er es sich vorgestellt hat. Wir befolgen den Willen Ferrés, er hatte alles organisiert und sogar die Musik ausgesucht“, so ein Sprecher des Unternehmens.

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