Heath Ledger Ein Mann mit Prinzipien
Lange Zeit war ihm seine Karriere nicht wichtig. Nun steht Heath Ledger an der Schwelle zum Superstar
Heath Ledger kann Journalisten so gequält ansehen, dass man aus Mitleid sofort seine Pressesprecherin werden möchte, um streng zu verkünden: „Bitte, keine Fragen mehr von der Art ´Ist es schwierig, einen anderen Mann zu küssen?´ oder ´Hatten Sie nicht Angst, man könne Sie für schwul halten?´“ Der Anlass für solche Fragen ist Ledgers grandioses Coming-out als verliebter Cowboy in Ang Lees „Brokeback Mountain“.Hollywood ist entzückt über die eigene Toleranz, der Film wird mit Preisen überschüttet und obwohl Heath bei den Golden Globes übergangen wurde, darf er sich Hoffnung auf einen Oscar machen. „Ist das nicht toll?“ Früher hätte er auf solche Fragen verächtlich hervorgepresst: „Was weiß ich denn?“. Heute aber, auf dem vorläufigen Zenit einer unsteten Karriere, guckt er gequält und reißt sich dann doch zusammen: Nein, man kann als Mann Jake Gyllenhaal küssen, ohne schwul zu werden. Nein, nicht einen Moment habe er überlegt, ob die Rolle seinem Image schaden könne. „Ich finde es anmaßend, meine Entscheidung als mutig zu bezeichnen. Feuerwehrmänner sind mutig. Ich bin bloß ein Schauspieler, der so tut, als ob.“ Fabelhaft.
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